OTH bietet Stipendien-Beratung an
Angebot für Talente

Ein Studium ist für manche Familien nicht nur Anlass zur Freude, sondern auch für einen bangen Blick auf das Konto. Die OTH will künftig helfen, das große Angebot an Stipendien zu nutzen. Bild: exb

Mehr als 2000 Stiftungen fördern in Deutschland Studierende in allen Phasen ihres Studiums. Zugleich sind tausende Studenten händeringend auf der Suche nach einer Finanzierungsmöglichkeit. Aber nur wenige bewerben sich um ein Stipendium. Die OTH will das ändern.

Der Studien- und Career-Service der OTH Amberg-Weiden bietet ab sofort eine proaktive Stipendienberatung an. "Viele Studierende versuchen es gar nicht, weil sie denken, dass sie ohnehin keine Chance haben", stellt Leiterin Carolin Wagner fest. "Dabei haben gerade die kleineren Stiftungen oft mehr Geld zur Verfügung, als sie letztlich verteilen können - weil eben zu wenige geeignete Bewerbungen eingehen." Das neue Beratungsangebot soll Studierende und Stiftungen zusammenbringen.

Nach Auskunft von Kathrin Morgenstern, die diesen Service innerhalb des Studien- und Career Service ab sofort anbietet, ist der beste Zeitpunkt für eine Stipendienbewerbung das zweite Semester, also wenn die ersten Studienergebnisse vorliegen. Aber es gebe auch Stiftungen, die bereits Bewerbungen mit dem Schulabschlusszeugnis zulassen. "Je früher man sich informiert, desto besser."

Es gibt für beinahe jede Lebens- und Studiensituation Förderungsmöglichkeiten - gerade auch für Studierende, die als erste in ihren Familien ein Studium beginnen. "Neben den Noten legen viele Stiftungen auch Wert auf andere Eigenschaften oder Umstände, etwa wenn Studierende sich ehrenamtlich engagieren oder durch eigene Kinder in ihrem Zeitbudget fürs Studium eingeschränkt sind." Ein Stipendium sei heutzutage nicht mehr nur auf eine kleine Gruppe Hochbegabter beschränkt.

Allein die von den staatlichen Begabtenförderungswerken ausgeschütteten Stipendien haben sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt; neu kamen das Aufstiegsstipendium für beruflich Qualifizierte und das Deutschlandstipendium hinzu. Auch die OTH Amberg-Weiden nutzt die Möglichkeit, ihre Talente zu fördern: Seit Einführung des Deutschlandstipendiums konnten bisher 140 Studierende unterstützt werden. Im September beginnt die Bewerbungsphase für den nächsten Durchgang. Für den Beginn des Wintersemesters sind eine größere Informationsveranstaltung zum Thema sowie regelmäßige Sprechstunden zur individuellen Beratung geplant.
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