20.02.2018 - 20:10 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Pfarreiengemeinschaft Kaltenbrunn-Weiherhammer-Kohlberg Chance für einen Neuanfang in der Pfarrei

Am Sonntag werden auch in der Pfarreiengemeinschaft Kaltenbrunn-Weiherhammer-Kohlberg die Pfarrgemeinderäte gewählt. Es wird danach keinen Gesamtpfarrgemeinderat geben. Kaltenbrunn hat eine Ausnahmegenehmigung beantragt.

"Wir sind auf einem guten Weg. Es ist eine Chance für uns." Zitat: Martina Messer Pfarrgemeinderat Kaltenbrunn
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Kaltenbrunn. "Wir wollen, dass endlich wieder Ruhe einkehrt. Mit den jetzigen Gegebenheiten sind wir auf einem guten Weg", zeigt sich Martina Messer, Sprecherin des Pfarrgemeinderates Kaltenbrunn zuversichtlich. Die Ausnahmegenehmigung, noch einmal ein eigenes Gremium zu bilden, verschaffe der Pfarrei Zeit, weiter zusammenzuwachsen. "Eine solche Regelung kann in einer Übergangsphase im Einzelfall sinnvoll sein", teilt Clemens Neck, Pressesprecher im Bistum Regensburg auf Nachfrage mit. "Bis eine Pfarreiengemeinschaft bei Gläubigen verankert ist, dauert es oft eine gewisse Zeit." Um das Zusammenwachsen zu erleichtern, seien verpflichtende Koordinierungssitzungen der Ortspfarrgemeinderäte vorgeschrieben, so Neck. Grundsätzlich sehe es das Bistum natürlich lieber, wenn es in Pfarreiengemeinschaften ein Gesamtgremium gibt.

In Kaltenbrunn stehen am Sonntag sechs Kandidaten zur Wahl. Das sind sechs weniger als noch vor vier Jahren, aber Messer ist froh, dass sich überhaupt Gemeindemitglieder engagieren. Sie freut sich, dass zwei neue Gesichter darunter zu finden sind. "Das gibt Hoffnung für die Zukunft", sagt sie.

Seit September 2014 bildet Kaltenbrunn mit Weiherhammer-Kohlberg eine Pfarreiengemeinschaft. Das Zusammenwachsen war von Anfang an nicht einfach. Die Neuorganisation der Pfarraktivitäten und der Seelsorge, unter anderem mussten auch die Gottesdienstzeiten angepasst werden, stießen nicht bei allen auf Wohlwollen (wir berichteten). Die Pfarreien wollten gerne ihre Eigenständigkeiten behalten. Damals wirkten Pfarrer Adam Nieciecki und der Pfarrvikar Yesu Savariyappan in der Pfarreiengemeinschaft so gut sie konnten. Im Sommer 2017 wechselten beide die Pfarrei, in der Hoffnung, dass wieder Ruhe einkehrt.

Mit Pfarrer Varghese Puthenchira und Pater Prince Kalarimuriyl wurden im Oktober 2017 neue Seelsorger installiert. "Wir wollen zu Ihnen stehen und nach allen Kräften mit ihnen zusammenarbeiten", versprach damals Kohlbergs Sprecherin Irmgard List. Und auch Thomas Rauch, Pfarrgemeinderatssprecher in Weiherhammer, sagte dem neuen Pfarrer die volle Unterstützung aller Gremien zu. Die Pfarrei scheint seitdem auf einem guten Weg. "Es läuft sehr gut. Die beiden Geistlichen sind sehr engagiert und zuverlässig. Sie haben unsere volle Unterstützung", sagt Martina Messer.

Für die Pfarrgemeinderatswahlen 2018 hat Kaltenbrunn von Bischof Rudolf Voderholzer eine Ausnahmegenehmigung erhalten. Normalerweise wird in Pfarreiengemeinschaften ein Gesamtpfarrgemeinderat gebildet. Sprechen triftige Gründe dagegen, kann jede Pfarrei nach der Wahl aber auch ein eigenes Gremium bilden. "In Kaltenbrunn nutzen wir das", sagt Messer. "Das ist von uns ausgegangen, mit Unterstützung des Pfarrers." Die vier Jahre bis zur nächsten Wahl sehen wir als Chance, noch enger zusammenzuwachsen.

Die Pfarreiengemeinschaft im Dekanat Weiden ist nicht die einzige, die eine solche Ausnahmegenehmigung vom Gesamtpfarrgemeinderat beantragt und erhalten hat. Auch Herz Jesu und St. Johannes in Weiden haben eine, ebenso Rothenstadt-Etzenricht und die Pfarreiengemeinschaft Neunkirchen-Mantel.

Wir sind auf einem guten Weg. Es ist eine Chance für uns.Martina Messer Pfarrgemeinderat Kaltenbrunn

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