Plakate zu groß geraten und manchmal auch am falschen Ort
Kleine Sünden im Wahlkampf

Sicher, hinter dieser Wand auf der Weidener Bürgermeister-Prechtl-Straße liegt das Bürgerbüro des Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch. Aber dessen Wahlplakat ist viel zu groß geraten. Denn das Konterfei eines Kandidaten darf nicht größer als DIN A 0 sein. Dann geht es hier auch um die Größe der Werbeanlage selbst. Wirtschaftlich genutzte Werbeeinrichtungen dürfen nach der Satzung der Stadt nur bis zu acht Prozent der Fassadenfläche einnehmen. Auch dieses Maß ist mehr als ausgereizt. Die überaus komplizierten Plakatierungsvorschriften der Stadt zur Wahl sind für die Plakat-Aufsteller nicht immer und sofort durchschaubar. Zwar hat die Stadt ihre Vorschriften gerade zum Bundestagswahlkampf mit umfangreichen Illustrationen versehen, in denen sie zeigt, was erlaubt und was eben nicht korrekt ist. Dennoch tappten die beiden großen Parteien mit ihren Plakaten am Neuen Rathaus (rechts) ins Fettnäpfchen. Nachdem sich zunächst die SPD breit gemacht hatte, nutzte die CSU die Fläche daneben und stellte ein Großplakat auf - ebenfalls ausgerechnet in der "Bannmeile". Doch keine Aufregung: Die Werbebanner sind - nach NT-Hinweis am Freitag - inzwischen verschwunden. Eine "Kollision" mit der Ausgabe der Briefwahlunterlagen ist damit vermieden. Probleme hat die Stadt nun noch mit AfD-Plakaten in der Bahnhofstraße. Bilder: Wilck, Wieder
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Martin Hofmann aus Weiden in der Oberpfalz | 21.08.2017 | 20:34  
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