Polizei, Feuerwehr und Leitstelle ziehen Feiertagsbilanz
Kopfnüsse und Hundebisse

(Foto: dpa)

Friedliche Festtage? Das gilt in Weiden nur bedingt. Unterm Strich verläuft die staade Zeit zwar auch für Polizei, Feuerwehr und Leitstelle ohne allzu große Einsätze. Ein paar unschöne Ausnahmen gibt es dennoch. Und das ist vor allem für eine 49-Jährige schmerzhaft.

Die Weidenerin ging durch die Tür - und sofort begann der Alptraum. Die 49-Jährige hatte gerade eine Wohnung im Stadtosten verlassen, als zwei größere Hunde auf sie zustürmten und sich in ihrem Oberarm verbissen, wie die Polizei berichtet. Die Frau schrie um Hilfe. Vergebens. Erst als die Halterin kam, gelang es, die Hunde loszubekommen. Die 49-Jährige erlitt bei dem Angriff starke Blutungen und musste ins Klinikum. Gegen die Halterin folgen Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Das Ganze ereignete sich bereits am Freitagabend. Aber auch an den folgenden Festtagen hatte die Polizei durchaus zu tun. Es seien zwar nicht überdurchschnittlich viele Einsätze gewesen. Allerdings, so die Inspektion in einer Bilanz, ganz ruhig ist es an den stillen Tagen nie. Nicht zuletzt, weil oft Alkohol im Spiel ist.

Zu heftig gefeiert

So wie im Fall eines 21-Jährigen, der laut Polizeibericht "Weihnachten etwas zu heftig" gefeiert hatte - sprich: sturzbetrunken war - und deshalb am Sonntag um 2 Uhr aus mehreren Lokalen geflogen war. Kurz darauf lag er mit blutender Kopfwunde vor einem Anwesen in der Christian-Seltmann-Straße. Zunächst hieß es, der Mann sei gestürzt. Etwas später meldete sich aber ein Zeuge und berichtete, das jemand den Weidener mit einer Kopfnuss niedergestreckt habe. Letztlich ermittelte die Polizei einen anderen 21-Jährigen als Täter.

Handgreiflich wurde an Heiligabend auch ein 31-Jähriger. Als um 5 Uhr die letzten Besucher die Discos verließen, war er am Schlörplatz, um ein Taxi zu suchen. Er fand auch eins. Allerdings war in diesem Moment schon ein anderer Fahrgast ins Taxi eingestiegen. Dem 31-Jährigen passte das überhaupt nicht, und er schlug seinem Gegenüber mit der Faust aufs Auge. Folge: Ermittlungen wegen Körperverletzungen.

Dass es auch anders geht, bewies derweil ein Unbekannter, der einem 41-Jährigen ein Weihnachtsgeschenk machte - in Form eines Zettels. Zur Vorgeschichte: Der 41-Jährige hatte seinen Firmenwagen am Samstag in der Keplerstraße geparkt. Zwischen 17.30 und 21.30 Uhr knallte ein anderes Auto in das Heck des Wagens - und zwar heftig: Der Schaden beläuft sich auf 6500 Euro. Trotzdem verschwand der Verursacher.

Allerdings: Tags darauf fand der 41-Jährige einen Zettel am Firmenwagen. Darauf notiert war ein Kennzeichen. Die Polizei ermittelte und stieß schließlich auf einen Renault mit frischem Unfallschaden. Nach anfänglichem Leugnen gab ein 43-Jähriger schließlich zu, für den Unfall verantwortlich zu sein. Weil er obendrein keinen Führerschein hat, erwartet ihn doppelter Ärger. Probleme bekommt zudem die Halterin des Autos, weil sie den Mann damit hatte fahren lassen. Um das Geschehen restlos zu klären, bittet die Polizei den Zeugen, der den Zettel geschrieben hat, sich zu melden: Telefon 0961/401-321.

Ruhiger Feuerwehr-Dienst

Während die Polizei mit diesen und einigen weiteren Fällen die Feiertage über zu tun hatte, musste auch die Integrierte Leitstelle (ILS) mehrere Einsätze abarbeiten, die allerdings nichts direkt mit Weihnachten zu tun hatten. Unterm Strich, so eine vorläufige Bilanz der ILS am Montagnachmittag, sei es ein normaler Dienst gewesen. Die Feuerwache vermeldet indes nur zwei Einsätze an den Feiertagen. Wenigstens hier brachte die staade Zeit "einen ruhigen Dienst".
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