Polizei nimmt vier Heranwachsende fest
Vier Passanten mit Waffe bedroht

Symbolbild: Patrick Pleul/dpa

Erst bedrohten und beleidigten sie eine Gruppe Asylbewerber, dann richteten sie eine Waffe auf sie. Am Freitag gegen 23 Uhr war eine Gruppe Heranwachsender mit ihrem Auto auf der Johannisstraße unterwegs. "Zur gleichen Zeit befand sich eine Gruppe Asylbewerber ebenfalls in der Straße", informierte die Polizei.

Aus dem Auto heraus beleidigten die zwei Männer und zwei Frauen die vier Passanten, zeigten ihnen den "Mittelfinger". Eine Geste, die nicht ohne Gegenreaktion blieb. Aufgebracht stürmten die Fußgänger auf den Pkw zu, versuchten die Autotüren zu öffnen und die Insassen aus dem Fahrzeug zu zerren.

"Allerdings sahen sie schnell von ihrem Vorhaben ab, da einer der Insassen, ein 19-Jähriger aus dem Landkreis Neustadt, eine Pistole zog und diese auf die Flüchtlinge richtete." Anschließend fuhren die Fahrzeuginsassen  davon. Die Beamten entdeckten das Auto anhand des Kennzeichens noch in unmittelbarer Nähe zum Tatort. Sie stellten die Waffe sicher, bei der es sich um eine Schreckschusswaffe mit acht Schuss handelte. Einen Waffenschein konnte keiner der Fahrzeuginsassen vorweisen. Der Waffenbesitzer hatte auch ein verbotenes Springmesser dabei.

Die Beamten nahmen alle Beteiligten fest und brachten sie zur Polizeiinspektion. Sie stellten die Waffen sicher.  Die Autoinsassen erwarten nun mehrere Anzeigen - unter anderem wegen Beleidigung und "Bedrohung nach dem Waffengesetz".
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