30.06.2017 - 20:42 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Präsidentenwechsel beim Rotary-Club Wagner folgt auf Baumann

Mit der symbolischen Krawatten-Übergabe vor brennender Kerze vollzogen Wolfgang Baumann und Rainer Wagner turnusgemäß den Präsidentenwechsel beim Weidener Rotary-Club. Baumann zog Bilanz und sprach von einem "tollen Amt" - mit einer einzigen Einschränkung: dem zeitlichen Horizont.

Schlips und Bienenhonigkerze als Insignien des Amts: Rotary-Präsident Wolfgang Baumann (links) reicht das Zepter nach einjähriger Amtszeit turnusgemäß an seinen Nachfolger Rainer Wagner weiter. Bild: Kunz
von Autor UZProfil

"Es waren tolle Veranstaltungen und phantastische Gespräche. Ich möchte dieses Jahr nicht missen." Seine Amtszeit habe mit einem Radladerfahren im Steinbruch begonnen. 2016 seien die Rotarier nach Bregenz und Breslau gereist. Die Weihnachtsfeier habe in St. Sebastian stattgefunden. "Aus Verbundenheit zu St. Sebastian und zu unseren Freunden, die sich für die Renovierung dieser Kirche engagieren."

Unter dem Benefizgedanken habe auch das Osterkonzert der Jungen Internationalen Orchesterakademie in der Max-Reger-Halle gestanden. "Ein riesiger finanzieller Aufwand, der uns alle fordert." Wenn man, wie er als Präsident, mit diesen jungen Leuten ins Gespräch komme, könne man nur eines feststellen: "Das rentiert sich."

"Das ist in der Außenwirkung genau das, was wir als Rotary darstellen, nämlich die Verbundenheit zu jungen Leuten herstellen und ihren Austausch über die Ländergrenzen hinweg zu fördern." Baumann ergänzt: Damit leiste man einen kleinen Beitrag zur Völkerverständigung. Junge Leute aus unterschiedlichen Nationen und Religionen gemeinsam etwas veranstalten zu lassen. "Die beste Werbung für uns."

"Ich glaube, wir tun gut daran, dies auch in den nächsten Jahren weiterzupflegen." In zwei Jahren feiere die Orchesterakademie ihr 25-Jähriges. Und dann werde es wohl einen Umbruch geben. Als weiteres Highlight nannte Baumann das Treffen mit den österreichischen Rotary-Freunden aus Waidhofen-Amstetten. "Das ist was, was wir beibehalten sollten."

Seine Empfehlung an die Mitglieder: Den Kamingesprächen wieder Leben einzuhauchen. Ein kleiner Kritikpunkt: Die Arbeit bei den Rotariern sei eine "Ein-Mann-Show" unter Mitwirkung des Vorstandes. Baumann provozierte: "Die anderen hören zu und lassen sich unterhalten." Das könne es im Grunde nicht sein.

Deshalb habe bei den beiden letzten Meetings der Gedanke im Mittelpunkt gestanden, wie sich der Einzelne verstärkt ins Club-Leben einbringen könne, so dass das Jahr nicht nur eine Veranstaltung des Präsidenten und des Vorstands sei, sondern ein Jahr des gesamten Clubs.

"Ich habe den Schulz gemacht", kommentierte Nachfolger Wagner launig sein hundertprozentiges Wahlergebnis. "Mein eigentliches Ziel, es mit 106 Prozent der Stimmen dem nordkoreanischen Staatspräsidenten Kim Jong-un gleich zu tun, habe ich nicht erreicht." Er wolle sich bemühen, während seiner einjährigen Amtszeit das Drittel an Mitglieder, das sich bisher nicht engagiere, doch soweit zu motivieren, sich ins Club-Leben einzubringen.

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