Raumnöte bei den Ordnungshütern in Weiden
Fast eine halbe Million Euro für die Polizeiwache

Seit 27 Jahren herrscht Dauerbetrieb in der Polizeiwache, die im Jahr 2018 modernisiert und erweitert wird. Im Hintergrund spricht Polizeidirektor Klaus Müller (stehend) mit Kommissar Wolfgang Bayerl. Bild: Schönberger

Trotz aller Vorsicht: Eine ganze Generation von Polizisten - und ihre Gäste - hinterlassen Spuren in der Polizeiwache. Seit 27 Jahren herrscht hier Dauerbetrieb. Ein ständiges Kommen und Gehen. Die Beamten sehen jetzt einen "Silberstreif".

2018 wird die Wache endlich erweitert und modernisiert. Jeder seiner 80 Beamten gehe sehr pfleglich mit der Einrichtung um, versichert Inspektionsleiter, Polizeidirektor Klaus Müller. "Aber nach so vielen Jahren ist der Bedarf nach einer Modernisierung wirklich begründet." Auch Polizeipräsidium, Fachabteilungen und Innenministerium tragen die vielen Argumente mit, die dazu geführt haben, dass für den Doppelhaushalt 2017/2018 über 450 000 Euro für eine "kleine Baumaßnahme" eingeplant werden. "Ich bin optimistisch. Es schaut gut aus."

Nach den Plänen des Staatlichen Bauamtes Amberg-Sulzbach soll die Verkehrspolizeiinspektion Flächen (rechts an der Sicherheitsschleuse) an die Polizeiwache abtreten, damit dort ein Raum für die Anmeldung eingerichtet werden kann. Zwei Angestellte entlasteten damit spürbar den Betrieb. "Wir können den Bürgern in der Wache früher und schneller helfen."

Der Tresen bleibt, wird für den Publikumsverkehr erneuert und sicherheitskonform umgestaltet. Dienstgruppenleiter und Stellvertreter sollen durch leichte Trennwände, die auch Blickkontakte ermöglichen, Rückzugsmöglichkeiten erhalten. Die Übersichtlichkeit und Funktionalität der Wache, die Bürgerfreundlichkeit, aber auch die Dienst- und Fachaufsicht werde verbessert, ebenso die Kommunikation mit den Bürgern, die sich in der Sicherheitsschleuse aufhalten.

Im Mittelpunkt werde jedoch die Zusammenfassung der immer umfangreicheren Technik stehen, deutet Müller an. Er verweist auf die nötige Bündelung der Ausstattung für den Wach- und Streifenbetrieb, der Steuerung der Haustechnik sowie der Videoüberwachungsanlage. Der Austausch der Überfall- und Einbruchmeldeanlage ist ebenfalls angedacht.

Dringend nötig sind Räume für Vernehmungen sowie ein Kurzzeitverwahrraum für Jugendliche. "Wir nutzen wirklich jeden Zentimeter." Großen Wert legt Müller darauf, dass seine Beamten (42 Mann im 24-Stunden-Dienstbetrieb) endlich einen ansprechenden Sozialraum erhalten.
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