Regenfreies Pfarrfest von St. Johannes
Spiegeleier mit Solarenergie

Mit dieser Kochvorrichtung, die jetzt der Pfarrei St. Johannes gehört, kann Norbert Müller (rechts) nicht nur Spiegeleier braten. Bild: uz

An den Biertischen munkelte man, dass sich der Himmel über die Entscheidung von Papst Franziskus freue, den Vertrag von Kardinal Gerhard Ludwig Müller in Rom nicht zu verlängern. Jedenfalls regnete es nicht. Noch Sonntagvormittag war geplant, das Pfarrfest von St. Johannes im Pfarrheim zu veranstalten. Warum: "Weil die Wetterprognosen schlecht waren."

Am Ende durfte die Trachtenkapelle Schnaittenbach trockenen Fußes draußen spielen. Der Mittagstisch war reichlich gedeckt und gut besucht, sagte Organisator und Pfarrgemeinderatssprecher Alois Schröpf. Es gab Rollbraten und Kartoffelsalat. "Das Büfett war schnell leer gefegt." Weil die Pfarrei Herz Jesu derzeit ohne Pfarrheim ist, betrachteten die Gläubigen vom nördlichen Sektor der Pfarreiengemeinschaft das Pfarrfest ebenfalls als das ihre.

Die Mitarbeiter der Kinderkrippe bastelten mit den Mädchen und Buben Perlenketten. Es wurde geschminkt und hinterher Stockbrot aufgespießt. Der Frauenbund zeichnete für die Kaffeestube verantwortlich, die KAB für Bratwürste und Bierausschank. Unter den Besuchern weilten Stadtpfarrer Gerhard Pausch, Pfarrvikar Andreas Reber sowie die Stadträte Hans Sperrer, Markus Bäumler, Norbert Freundorfer und Reinhold Wildenauer.

Norbert Müller, ehemaliger Prokurist bei Bayernglas Wernberg, stellte einen Prototypen vor: eine Kochnische, die allein mit Sonnenkraft betrieben wird. Der 1,40 Meter große Spiegel erzeuge bei richtiger Einstrahlung bis zu 250 Grad Hitze und diene zum Wasserkochen und Grillen, so Müller. Am Sonntag schaffte er allerdings wegen der Wolken nur 75 Grad. Müller ist Vorsitzender der Giriama Direkthilfe für Kenia, wo die bei Altötting zusammengebauten Spiegel eingesetzt werden. Die Vorrichtung schenkte Müller der Pfarrei.
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