"Rose Petroleum" will vorerst seine Erkundungs-Lizenz nicht verlängern
Vorerst kein Fracking im Weidener Becken

Fracking? Nicht in Weiden. Zumindest vorerst nicht: Die Erkundungs-Lizenz, mit der die britische Firma "Rose Petroleum" im Weidener Becken nach Öl- und Gasvorkommen suchen darf, läuft bis Ende des Monats aus. (Foto: dpa)

Jahrelang sorgte die Erkundungs-Lizenz der Firma "Rose Petroleum" im Weidener Becken bei den Fracking-Gegnern für Unruhe. Ende des Monats läuft die Lizenz aus. Und eine Verlängerung ist bisher nicht geplant.

Fracking? Nicht in Weiden. Zumindest vorerst nicht: Die Erkundungs-Lizenz, mit der die britische Firma "Rose Petroleum" im Weidener Becken nach Öl- und Gasvorkommen suchen darf, läuft bis Ende des Monats aus. Verlängern wolle das Unternehmen die Lizenz nach aktuellem Stand nicht, wie ein Mitarbeiter auf Nachfrage unserer Zeitung informiert.

Ende abwarten


Eine endgültige Entscheidung will "Rose Petroleum" aber erst nach dem 31. Januar treffen. "Das hängt davon ab, ob eine Verlängerung überhaupt Sinn macht", erklärt der Mitarbeiter. Falls ja, sei auch der Zeitraum offen. "Ob ein, zwei oder drei Jahre, können wir vorab nicht sagen."

Auch das Bayerische Wirtschaftsministerium weiß bisher nichts von einer Verlängerung. "Zumindest gibt es dafür noch keine Hinweise", berichtet Ministerialrat Rainer Zimmer. Sollten die Briten aber mit den Untersuchungen weitermachen wollen, würde das dauern. "Es müsste ein neues Prüfverfahren eingeleitet werden, weil die Verlängerungs-Frist schon abgelaufen ist", ergänzt der Ministerialrat.

Marius Brey, bis 2015 Koordinator von "Abgefrackt - Bündnis Weidener Becken", und Kreisvorsitzender der Linken Mittlere Oberpfalz, ist erleichtert über das baldige Ende der Lizenz. "Drei Jahre lang haben wir gekämpft, Unterschriften gesammelt, demonstriert, informiert. Jetzt ist klar: Wir waren erfolgreich", erklärt der frühere Koordinator in einer Pressemitteilung.

Seit 2014 aktiv


Die Lizenz hatte "Naab Energie", Tochter-Firma von "Rose Petroleum" mit Sitz in Freiburg, beantragt. Seit Februar 2014 durfte das britische Unternehmen zwischen Wernberg-Köblitz (Kreis Schwandorf), Marktredwitz (Kreis Wunsiedel), Bayreuth und Sulzbach-Rosenberg nach Öl- und Gasvorkommen suchen.

Die Arbeiten erstreckten sich über ein rund 2660 Quadratkilometer großes Gebiet. Alle Messergebnisse musste das britische Unternehmen an das Wirtschaftsministerium weitergeben. Außerdem war "Rose Petroleum" dazu verpflichtet, dem Ministerium jährlich über die Fortschritte der Arbeiten und neue Ergebnisse zu berichten.

Es müsste ein neues Prüfverfahren eingeleitet werden, weil die Verlängerungs-Frist schon abgelaufen ist.Ministerialrat Rainer Zimmer
2 Kommentare
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Hilde Lindner-Hausner aus Kohlberg | 18.01.2017 | 11:04  
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Maria Estl aus Pullenreuth | 19.01.2017 | 11:55  
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