Rudi Höchtl sperrt die Fichteklause im September zu
Pause für die Klause

Rudi Höchtl (stehend) und seine Lebensgefährtin Doris Hirsch verbringen viel Zeit mit "ihrem" Stammtisch. Bis September haben sie noch Zeit, sich von ihren Stammkunden zu verabschieden. Bild: Schönberger

Seit mehr als 50 Jahren ist die "Fichteklause" ein fester Anlaufpunkt für die Rehbühler. Doch die Tage des Wirtshauses könnten gezählt sein.

Vor seiner Zeit als Wirt der Fichteklause war Rudi Höchtl Dachdecker. Vor 12 Jahren übernahm er die Gaststätte. "Wir hatten immer super Gäste", betont er. Auch seine Lebensgefährtin Doris Hirsch erinnert sich zurück an schöne Jahre: "Wir haben wirklich viel zusammen erlebt. Und wenn es besonders lustig war, dann konnte es schon mal bis drei oder vier Uhr gehen."

Zum 1. September geben die Pächter die Klause auf. Rudi Höchtl zeigt auf die Theke, die über und über mit FC Bayern-Fanartikeln behangen ist. "Hinterm Tresen habe ich einen ganzen Stapel Sterbebildchen - alles ehemalige Gäste." Ab 10 Uhr vormittags war es früher voll im Wirtshaus - heute herrscht morgens Stille in der Klause. Die Öffnungszeiten haben die beiden deshalb angepasst. Unter der Woche machen sie jetzt erst um 15.30 Uhr auf. "Nur am Sonntag sind wir noch voll. Da wird noch gern gekartelt, gegessen und getrunken. So müssten alle Tage sein", sagt Doris Hirsch. Ihre Sulz war stets der Renner, erzählt sie. Viele Besucher schätzten besonders die Gemütlichkeit um den Ofen herum, auch Rehbühlsiedler und Dartclub träfen sich noch regelmäßig im Wirtshaus.

Höchtl und Hirsch gehen nun in Rente. Was mit der Gaststätte passiert, das steht in den Sternen. "Es kann auch sein, dass es nach uns vorbei ist mit der Klause." Wirt Höchtl würde das zwar bedauern, aber: "Irgendwann ist eben Schluss."
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