25.03.2018 - 17:18 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Sängerin Hülya Kandemir singt für Dornrose Geschichten fürs Herz

Sie versteht sich als Brückenbauerin zwischen Orient und Okzident. Songwriterin Hülya Kandemir beeindruckt mit einem Liederabend.

Sängerin Hülya Kandemir (links) im Kreise von "Dornrose"-Mitarbeiterinnen und Hausherrin Alexandra Stangl (rechts). In der Mitte Wolfgang Göldner, der Organisator der Rehe "Musik und Text". Bild: Kunz
von Autor UZProfil

Ihre Stimme und ihr Gitarrenspiel klingen klar, ihre Liedtexte sind oft sozialkritisch. Die Sängerin Hülya Kandemir gab in der Buchhandlung "Stangl & Taubald" ein Benefizkonzert zugunsten von "Dornrose". Initiiert wurde die Veranstaltung von Wolfgang Göldner im Rahmen dessen wohltätigen Projektes "Musik und Text".

"Meine Texte sind nicht politisch, sondern gehen eher in Richtung Spiritualität und soziales Miteinander." Es gehe ihr inhaltlich vor allem um die Begegnung mit Menschen, um die Tiefe von Beziehungen. Dabei suche sie die Nähe zu ihren Mitmenschen und das Miteinander der Kulturen. Mit ihren türkischen Wurzeln sei sie Brückenbauerin zwischen Orient und Okzident, versuche die beiden Welten miteinander zu vereinen, erzählte sie.

Und das gelang Hülya Kandemir zwischen den Bücherregalen hervorragend. "Ich singe Herzensgeschichten. Und zwar in deutscher, englischer und türkischer Sprache." Sie wisse um die Gefühle und speziellen Probleme der Betroffenen von "Dornrose". Die Verarbeitung des Erlebten sei das Wichtigste. "Das funktioniert sehr viel über Reflexion. Und davon handelt sehr viel in meinen Liedern." Kandemir gehe es um den inneren Frieden. Die Erlösung finde man nicht an der Oberfläche, sondern tief innen drin. Im Gepäck hatte die in Erbendorf geborene und heute in Nürnberg lebende Künstlerin zwei ihrer CDs.

"Dornrose"-Mitarbeiterin Elisabeth Scherb ergänzte das eineinhalbstündige Konzert mit Textlesungen. "Nutznießer dieser Veranstaltung sind betroffene Frauen und Kinder", machte Scherb deutlich. Das Thema sexualisierte Gewalt immer wieder in die Öffentlichkeit zu tragen, sei ihr besonders wichtig. Rund 170 Fälle würden im Jahr behandelt.

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