Schlägereien und Angriffe im Faschingsfinale
Narrenhände ballen sich zu Fäusten

Symbolbild: Friso Gentsch/dpa

Nicht nur beim Lumpenball flogen kurzzeitig die Fetzen. Im Faschingfinale waren auch sonst Narren unterwegs, die den Namen nicht nur im engeren heiteren Sinn verdient haben. Gleich drei Mal musste die Polizei am Wochenende einschreiten, weil Partys ausarteten.

In den frühen Morgenstunden des Sonntags gerieten sich zwei Gäste des Lumpenballs in die Haare. Laut Polizeibericht schlugen sie sich gegenseitig ins Gesicht. Die Fete war für sie deshalb noch lange nicht beendet. Trotz sichtbarer Verletzungen - Platzwunde am Kopf, Risswunde an der Lippe - "zeigten beide Kontrahenten keinerlei Interesse an einer Strafverfolgung und setzten ihre Faschingsfeierlichkeiten fort", erklären die Gesetzeshüter.

Wegen einer versuchten Körperverletzung muss sich dagegen ein 28-Jähriger verantworten, der den Türsteher einer Discothek in der Regensburger Straße angriff. Am Sonntag gegen 4.30 Uhr hatte der laut Polizei Volltrunkene das Lokal verlassen und dabei den 28-jährigen Angestellten mehrfach angepöbelt. Dann ging er auch noch auf den Türsteher los. Der allerdings brachte den Weidener zu Boden, noch ehe dieser seinen Schlag vollenden konnte. Auch gegenüber den Polizisten zeigte sich der 27-Jährige "äußerst ungehalten". Begleiter brachten ihn schließlich nach Hause.

Bereits in Nacht zum Freitag war ein 40-Jähriger in seiner Wohnung in der Brenner-Schäffer-Straße ausgetickt. Gleich mehrmals musste die Streife dorthin ausrücken, da der Bewohner "offensichtlich den Fasching zu sehr feierte und in seiner Wohnung die Musikanlage zu sehr aufdrehte", wie es im Polizeibericht heißt. Die wiederholten freundlichen Belehrungen fruchteten nicht. Stattdessen beschimpfte der Mann die Beamten "mit hier nicht zitierbaren Wörtern". Als die Polizisten die Musikanlage sicherstellen wollten, ging er auf einen Beamten los und drohte ihm Prügel an. Tatsächlich rannte der 40-Jährige mit geballter Faust auf den Beamten zu. Der Mann konnte jedoch gestoppt werden, indem der Polizist die Zimmertür schloss - und der Angreifer dagegenknallte.

Die Polizisten fesselten ihn am Boden und brachten ihn zur Polizeiinspektion. Während des Transports versuchte der Weidener, die Beamten zu bespucken und zu beißen. Die restliche Nacht verbrachte er in der Haftzelle. Was mit einer geringfügigen Ordnungswidrigkeit wegen Ruhestörung begann, endet nun mit Anzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und versuchter Körperverletzung.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.