22.01.2018 - 20:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Schüler untersuchen Naturphänomene Das Grenzgebiet erforscht

"Die Chemie stimmte zwischen allen Mitwirkenden aus beiden Ländern", betont Sigrid Bloch, Leiterin des Kepler-Gymnasiums. Sie resümiert die Zusammenarbeit mit Gymnasium und Handelsakademie Marienbad zum Thema "Naturphänomene im Grenzgebiet".

Hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft feierten am Donnerstag in der Aula des Kepler-Gymnasiums den Auftakt des 10-jährigen Jubiläums zwischen Weiden und Marienbad. Bild: Kunz
von Autor UZProfil

"Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich Schüler näher gekommen sind und dass diese geknüpften Beziehungen fortbestehen werden", sagte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß beim Auftakt der Feierlichkeiten zum 10-jährigen Jubiläum der Partnerschaft zwischen Marienbad und der Stadt Weiden. Zugrunde lag ein Schulprojekt in den Bereichen Chemie und Geologie zum Thema "Naturphänomene im Grenzgebiet Oberpfalz und Karlsbader Region."

25 Schüler des Kepler-Gymnasiums und der Handelsakademie Marienbad hatten sich im Rahmen eines P-Seminars mit dem bayerisch-böhmischen Grenzgebiet beschäftigt. Projektleiter waren Matthias Dietrich auf deutscher und Lukas Kucera auf tschechischer Seite. Die von den Schülern entworfene Broschüre vermittelte einen umfassenden Einblick in Natur, Geographie und Topographie des Grenzgebietes. Gefördert wurde das grenzübergreifende Projekt von "Euregio Egrensis" und dem Verein "Weidener Städtepartnerschaften".

Hintergrund sei neben der wissenschaftlichen Betrachtung vor allem der Ausbau freundschaftlicher Beziehungen zwischen beiden Ländern, unterstrich der Oberbürgermeister. Er persönlich habe vor zweieinhalb Jahren Tachau, Marienbad und Karlsbad sehr intensiv besucht und einige der Naturphänomene betrachtet. Natürlich ohne gewusst zu haben, dass jetzt diese Schülerarbeit präsentiert werde. "Als Privatmensch gehst du einfach anders durch die Stadt", betonte er. Trotzdem habe er viel gelernt bei seinen Exkursionen. "Die Landschaften ähneln sich. Genauso wie die Wesensart der Menschen. Das erkennt man jedoch erst, wenn man sich näher mit ihnen beschäftigt." Die Sprache, so Seggewiß, sei das einzige Problem, das er erkenne. Die politischen Grenzen seien inzwischen so gut wie überwunden.

Die Kosten für das Projekt bezifferte der Rathauschef auf 5000 Euro. Davon habe "Euregio Egrensis" den Löwenanteil gestemmt. Von gut-nachbarschaftlichen Beziehungen sprach auch der Bürgermeister von Marienbad, Petr Tresnák, der seine Grüße übermitteln ließ, weil er wegen des drohenden Sturms nicht nach Weiden fahren konnte. Sigrid Bloch, Leiterin des Kepler-Gymnasiums, betonte, dass es die engen Beziehungen, die zwischen beiden Städten offiziell seit zehn Jahren bestünden, auf gymnasialer Basis schon seit 2003 gebe. "Es gab schon viele gemeinsame Aktionen, vor allem im künstlerischen Bereich."

Das von den Schülern vorgestellte Projekt habe im Herbst gestartet. Die zweisprachig aufgelegte Broschüre umfasst 43 Seiten und beleuchtet unter anderem Bodenschätze, Vulkanismus und die Reize der Natur.

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.