Seniorenbecken verliert täglich 20 Kubikmeter Wasser
Schätzlerbad schließt früher

Hat den Rückzug angekündigt: Reinhard Meier. Bild: wil

Es liegt nicht nur am Wetter, sondern vielmehr an einer oder mehreren undichten Stellen im Seniorenbecken. Täglich verliert das 30 Grad warme Nichtschwimmerbassin zirka 20 Kubikmeter Wasser. Das Schätzlerbad beendet die Saison daher schon am 10. September.

Am Sonntag kann ein letztes Mal gebadet werden, was bei 16 Grad und Regen etwas für Hartgesottene ist. Reinhard Meier, Vorsitzender des Schwimmvereins, sieht in der vorzeitigen Schließung keinen "Grund zur Aufregung". Die Badesaison verkürze sich damit nur um zwei Tage (schon am 12. Mai wurde eröffnet). "Der Schwimmverein hat sein Möglichstes getan und bedankt sich bei gut 130 000 Besuchern für ihr Kommen."

Damit toppt das Schätzlerbad den Wert von 2016 (124 000). Besonders der Juni war "super": mit fast 50 000 Besuchern. An den Rekord-Sommer 2015 reicht die Saison aber nicht heran: Damals hüpften stolze 172 000 Schwimmer in die Becken. Die undichte Stelle im Seniorenbecken sei nicht ungewöhnlich, sagt Meier. "In einem Becken, das seit fast 40 Jahren im Freien ist, ist das völlig normal." Da aber beinahe alle Schwimmer zum Aufwärmen oder Erholen in das warme Becken wechseln möchten, mache es auch keinen Sinn, das Schwimmerbecken allein weiter zu betreiben. "Noch dazu bei den Wettervorhersagen für nächste Woche." Angekündigt sind Temperaturen bis maximal 15 Grad und Regen.

Das trübe Wetter passt zur Ankündigung Meiers, nicht länger als Vorsitzender des Schwimmvereins zur Verfügung zu stehen. Er stellte sich im März nur widerstrebend noch einmal zur Wiederwahl, weil sich kein Nachfolger fand. Für nächste Woche kündigt Meier neue Informationen für seine Nachfolge an.

Am Sonntag, 24. September, folgt als finaler Akt der Hundebadetag. Die Vierbeiner haben gute Karten auf Wasserbewohner zu treffen: Im Badeweiher tummeln sich Graskarpfen, die inzwischen eine beachtliche Größe erreicht haben. Ein Abfischen ist nach Auskunft von Meier aber auch dieses Jahr nicht geplant, weil es Reparaturkosten von 15 000 Euro nach sich ziehen würde. "Aber das Thema steht auf unserer Agenda."
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