16.03.2017 - 20:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Sonja Rummler singt in 2100-Personen-Chor bei Luther-Oratorium in München Luthers Leben in Liedern

10 000 Zuschauer, 2100 Sänger und ein Ziel: Luthers Leben zu inszenieren. Sonja Rummler aus Weiden ist eine der Interpreten, die am Samstag in der Olympiahalle in München auftreten. Die Kulisse ist gewaltig, die Aufregung groß. Nur einmal probte der Chor gemeinsam.

Sopran, Alt, Tenor und Bass - bei der Probe zum Luther-Oratorium im Münchener Gasteig klappte die Harmonie im Chor auf Anhieb. Bilder: exb (2)
von Julia Hammer Kontakt Profil

Weiden/Neustadt. Sonja Rummler ist nervös. Seit Monaten bereitet sie sich auf die Inszenierung des Luther-Oratoriums vor. Öffentliche Auftritte ist sie gewöhnt. Rummler singt in der Kantorei Weiden und dem Gospelchor "Hope and Joy" in Weiherhammer. "Aber das ist ein riesen Ding, etwas ganz großes."

Zufällig stieß sie vor ein paar Monaten auf einen Flyer der Stiftung "Creative Kirche". "Man konnte sich als Sänger oder ganzer Chor für das Pop-Oratorium bewerben. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen." Die Weidenerin ließ sich die Chorpartitur und eine Übungs-CD zuschicken. "Alles in meiner Stimmlage Alt. Die anderen Textstellen hatte ich nicht. Dadurch konnte ich mich gut auf meinen Part vorbereiten." Zu Hause, auf dem Weg in die Arbeit - so oft es ging hörte sich die Sängerin die Liedstellen an, um sich den Text merken zu können.

Platz auf Empore

Am Samstag reiste Rummler zur ersten und einzigen gemeinsamen Chorprobe im Gasteig nach München. Mit den anderen Sängern, die zum Teil bis aus Österreich kamen, wurde die Weidenerin von den Initiatoren Michael Kunze und Dieter Falk empfangen. Sie wiesen jedem Interpreten einen festen Platz zu, den sie auch bei der Premiere einnehmen werden. Die zentrale Bühne, auf der die Schauspieler und Solisten agieren, ist in der Mitte der Olympiahalle aufgebaut, die Besucher sitzen darum herum.

Der Chor steht auf einer höhergelegenen Empore im Hintergrund. "Die Organisation ist toll. Auf einmal standen 2100 Sänger neben mir auf der Bühne, ohne Stress oder Verwirrungen." Nachdem jede Stimmlage ihren Part einmal gesungen hatte, setzte der komplette Chor ein. "Ein unglaubliches Gefühl, wahnsinnig emotional. Wir haben mit Freude, einem Lachen und Tränen gesungen. Ich habe jetzt ein anderes Verständnis für Luthers Leben."

Das Bühnenstück besteht aus 20 neu komponierten Liedern und traditionellen Chorälen. Am beeindruckendsten sei das starke Gemeinschaftsgefühl gewesen. Sofort sei sie mit den anderen Teilnehmern durch das gemeinsame Interesse an Luther zu einer Einheit geworden. "Niemand von uns möchte eine Monopolstellung einnehmen. Wir wollen gemeinsam den Werdegang des Reformators besingen." Bei der Premiere werden die Sänger auch während des zweieinhalbstündigen Auftritts optisch eine Einheit sein. Der Chor tritt in Schwarz-Weiß auf, studierte sogar eine kleine Choreographie ein.

"Kirche ist schön"

"Ich wünsche mir, die rund 10 000 Zuschauer genauso für Luther zu begeistern, wie wir es sind." Unter ihnen sind Religionspädagogin Lydia Engelhardt und 15 Konfirmanden aus Neustadt/WN. "Wir erwarten eine eindrucksvolle Vorstellung und sind sehr gespannt, wie die Darsteller die Themen Luther und Reformation rüberbringen", erzählt Engelhardt.

Die Vorfreude ist groß. Bereits an diesem Freitag reist die Gruppe nach München. Nach einer Stadtführung macht sie sich auf den Weg in den Olympiapark. "Das Pop-Oratorium ist eine gute Gelegenheit, den Kindern zu zeigen, wie schön Kirche ist."

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.