27.07.2017 - 20:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Sophie-Scholl-Realschule zeigt Courage: Projekttag voll Mut

(pebr) Die Ausbeutung von Menschen, unnötige Vernichtung von Lebensmitteln, Homophobie und Flüchtlinge - all das sind Themen, mit der sich die Gesellschaft auseinandersetzen muss. Vor allem Jugendliche betreffen diese Aspekte. Schließlich liegt in ihren Händen, wie in Zukunft mit diesen Problematiken umgegangen wird.

Acht Referenten informierten am Projekttag "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" über ihre Arbeit. Die Realschulkonrektoren Alexander Lindner (hinten, links) und Georg Hammer (rechts daneben) freuten sich über die gute Resonanz. Bild: Benner
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Deshalb veranstaltete die Sophie-Scholl-Realschule einen Projekttag zum Thema "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". In zwei Durchläufen präsentierten fünf Referenten Vorträge, um die Schüler an die komplexen Themen heranzuführen. Der Geschäftsführer der Weidener Tafel, Sozialpädagoge Josef Gebhardt, informierte über die Ausgrenzung und Ausbeutung von Menschen in der Gesellschaft. Gebhardt wies auf die unnötige Verschwendung von Lebensmitteln hin. Gerhard Lindner und Ursula Putz vom Regensburger Verein "Sea-Eye" erzählten den Schülerinnen von ihren Erlebnissen bei der Flüchtlings-Rettung. "Sea-Eye" wird durch Spenden finanziert und bewahrt Flüchtlinge vor dem Ertrinken. Insgesamt gelang es den Helfern mit der italienischen Küstenwache, in knapp 14 Monaten mehr als 12 000 Menschen zu retten.

Einen Einblick in die örtliche Flüchtlingshilfe und in die Arbeit mit Menschenrechten gab Veit Wagner vom Arbeitskreis Asyl. Er stellte die Hausaufgabenbetreuung für Flüchtlinge vor und erklärte den Einsatz für Menschenrechte durch "Amnesty International". Über die Freiwilligenarbeit für Flüchtlinge informierte Manfred Weiß. Neben einem Bericht über frühere und aktuelle Probleme hatte er zwei Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan dabei. Nizamidin Haydari und Moutaz Rawas erzählten von ihrem Leben und der Flucht nach Deutschland. Zum Thema "Toleranz gegenüber Homosexualität und Transidentität" referierte Tanja Koller vom Weidener Aufklärungsprojekt "PLATO - Platz für Toleranz". Sie erzählte von schwulen, lesbischen, bi- und transsexuellen Lebensweisen und ermutigte die Schülerinnen, offen mit diesen Themen umzugehen. Der zweite Teil des Projekttages sollte durch die Band "Highline" gestaltet werden. Trotz ihrer Patenschaft für das Projekt fiel das Pausenhof-Konzert aufgrund einer kurzfristigen Absage ins Wasser. Auch ohne Musik kam der Projekttag gut bei den Schülerinnen an. Das zeigten sie durch viele Fragen am Ende der Vorträge.

 

 

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