SPD-Stadtverband ehrt langjährige Mitglieder
Da staunt der Steinmeier

Die SPD feiert sich und ihre Mitglieder. Einer der Jubilare ist schon so lange dabei, dass er damit sogar Deutschlands Chefdiplomat zu einem undiplomatischen Spruch hingerissen haben soll.

(hcz) Allerheiligen 1966 in Windischeschenbach: Zum Leidwesen der CSU-Ortsgruppe und des Pfarrers tritt Horst Maschke in die SPD ein. Den Sozialdemokraten ist er seither treu geblieben. Und er hat dabei auch einiges erlebt. Machke erinnert sich an Besuche vieler SPD-Größen, darunter Willy Brand, Franz Zebisch und Außenminister Frank Walter Steinmeier. Letzterer habe zu ihm, als er ihn um ein Autogramm in sein Parteibuch gebeten habe, gesagt: "Leck mich am ...! Du bist ja länger dabei als ich!"

Vor dem Wahlkampf

Maschke erzählt die Episode bei der Jahresabschlussfeier des SPD-Stadtverbands im Vereinsheim "Almrausch", wo er für 50 Jahre in der Partei geehrt wird. Zuvor hatte Vorsitzender Norbert Freundorfer die Veranstaltung mit einem Rückblick auf 2016 begonnen. In Erinnerung bleiben würden in Weiden sicherlich der Baubeginn der Stadtgalerie und die ATU-Rettung. Freundorfer ging auch auf die gefühlte Bedrohung durch Terror ein und stellte fest, dass die Anzahl der Terrorakte in Europa seit Langem rückläufig sei. Vielleicht sei es nur die allzeitige Verfügbarkeit von Nachrichten, die uns das Gefühl gebe, bedroht zu sein.

Landtagsabgeordnete Annette Karl zeigte anhand zahlreicher Beispiele auf, dass Weiden auf Bildung setze. Aber Weiden sei auch Handels- und Gewerbestadt, weshalb das neue Gewerbegebiet enorm wichtig sei. Beim Thema Flüchtlinge möge man nicht nur die Probleme, sondern auch die Chancen sehen. "Weiden steht zu seiner humanitären Verantwortung", stellte Karl fest. Im Gegensatz zu Finanzminister Markus Söder, der den Geldmangel bei jeder Gelegenheit perfide auf die Flüchtlinge schiebe. Die Große Koalition sei "nicht das Gelbe vom Ei", sagte die Landtagsabgeordnete. Deshalb gelte es, angesichts "bevorstehender fünf Jahre Wahlkampf" dafür zu kämpfen, dass die SPD wieder stärkste Partei werde.

Mitglieder geehrt

Ursula Kinner (AG 60 plus) und Stadträtin Sabine Zeidler (AsF) bekamen Blumen für ihre Leistungen in den SPD-Arbeitsgemeinschaften. Mit Arbeiterliedern, die die Werte der Sozialdemokratie betonen, untermalte die dreiköpfige Gruppe "Volxxang" die Veranstaltung. Freundorfer, Karl und Bezirksgeschäftsführerin Gisela Birner zeichneten Mitglieder für langjährige Treue zur Partei aus. Neben Maschke waren das für 50 Jahre: Helmut Scharrer, Marianne Fuchs, Werner Englmaier, Helmut Weiß. 45 Jahre: Gisela Birner, Annelie Melch, Elisabeth Market, Günter Götz, Karl Bayer, Josef Gebhardt, Ingrid Sittl.

40 Jahre: Georg Brey, Günther Ingel, Werner Schieder, Mathilde Stich, Wilhelm Moser, Werner Grob, Günter Hollweck, Heide Wolfram, Richard Meier, Karolina Reiser, Rosemarie Bagada, Luise Gruber, Hubert Ferner, Karl Heinz Strobl, Alfred Obermeier, Gerd Jetzelsberger, Johann Ertl, Bernhard Sollfrank, Adolf Schels, Georg Hahn, Aloisia Zenger und Alfred Kutz.
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