23.11.2017 - 20:52 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Spendenlauf dreier Schulen bringt 2400 Euro für den guten Zweck Gemeinschaft zahlt sich aus

Gleich drei Schulen feiern ihr fünfjähriges Jubiläum als "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". In diesem Jahr haben sie sich für ein Gemeinschaftprojekt entschieden: Spendenläufe für den guten Zweck. Mittlerweile sind die Einnahmen gezählt. Es hat sich gelohnt: 2400 Euro gehen an gemeinnützige Vereine.

Fleißige Läufer sowie Vertreter der drei Schulen übergeben 2400 Euro Spende an die beiden gemeinnützigen Vereine. Bild: Trott
von Redaktion OnetzProfil

"Eigentlich ist es ja schade, dass für selbstverständliche Themen Projekte ins Leben gerufen werden müssen", meint Thomas Neumann, stellvertretender Schulleiter der Europa-Berufsschule. So seien doch eigentlich Courage und eine Ablehnung von Rassismus selbstverständlich. Seine Berufsschule war neben dem Elly-Heuss-Gymnasium und der Gustl-Lang-Schule am Spendenlauf beteiligt.

Die Schulen wollen mit der Teilnahme an dem bundesweiten Projekt ein Zeichen setzen. Jedes Jahr werden Projekte ins Leben gerufen, um Diskriminierung von Minderheiten zu verhindern. Nicht nur Rassismus sondern auch Ausgrenzung von Homosexuellen, Behinderten oder Mittellosen soll somit verhindert werden. "Die Schüler unserer Schulen haben das Projekt ermöglicht", erklärt Neumann. Nicht nur die gelaufenen Runden, sondern auch das "Nach-außen-Tragen" des guten Gedankens habe diesen Betrag erzielt. Familie, Freunde und Lehrer hatten beim Lauf einen festen Betrag pro gelaufene Runde gespendet. Den erreichten Spendenbetrag teilen sich nun der Verein "Rasselbande - besondere Kinder" und der Arbeitskreis Asyl Weiden.

"Wir können die Spenden gut gebrauchen", erklärt Vorsitzende Heike Braun vom Verein "Rasselbande". Der Verein sei 2007 eher durch Zufall entstanden. Eltern von behinderten Kindern seien damals bei Behandlungen ihrer Kinder im Klinikum aufeinandergetroffen. "Schnell zeigte sich, dass viele Betroffene die selben Probleme haben. Nicht nur der Schock von der Behinderung des Kindes zu erfahren, sondern auch die häufigen Zurückweisungen der Krankenkassen machen einem das Leben schwer", weiß Braun. Es gebe vielfältig Behinderungen, und somit sei gute Beratung schwer zu finden. Die meisten Mitglieder des Vereins seien selbst betroffen und wüssten deshalb genau, wovon sie reden.

"Auch beim Arbeitskreis Asyl ist das Geld gut aufgehoben", erklärt Jost Hess. Der Verein wurde 1985 gegründet und unterstützt vielfältig bei der Integration. Bei Kindern aus Kriegsgebieten oder Vertriebenen säße der Schmerz tief. Manche Kinder bekämen schon Panikattacken, wenn ein Hubschrauber über ihnen fliegt. "Diese Kinder brauchen Vertrauen und Geborgenheit, um sich zu öffnen. Auch die Sprachbarriere ist ein Problem." Hier setze der Verein an. Der AK Asyl unterstützt bei der Sprachausbildung, bietet eine Hausaufgabenhilfe an und helfe auch den mittellosen Familien beim Unterrichtsmaterial.

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