05.10.2017 - 20:28 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Stadt übernimmt Organisation – Neues Konzept Volksfest im Juli

Die Feuerschützen haben ihr Pulver mit dem 119. Volks- und Schützenfest in diesem Jahr verschossen. Ausgebrannt und erschöpft warfen sie ihre Flinten ins Korn. Das Jubiläumsfest im kommenden Sommer soll aber trotzdem gefeiert werden. Der Hauptverwaltungs- und Umweltausschuss sprach sich am Donnerstag mit großer Mehrheit von 8 zu 3 Stimmen dafür aus, dass die Stadt für ein Jahr das Regiment übernimmt und neben dem Frühlingsfest eine zweite Veranstaltung dieser Art schultert.

Das Volksfest nimmt nächstes Jahr auch nach dem Rückzug der Feuerschützen wieder Fahrt auf. Die Stadt macht's. Erste Entscheidung: Das Jubiläumsfest (120. Auflage) wird auf Juli vorgezogen. Archivbild: Kunz
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Der Beschluss muss am Montag noch im Stadtrat abgesegnet werden, das sollte aber angesichts der klaren Mehrheitsverhältnisse (SPD und CSU gegen Bürgerliste und Grüne) kein Problem werden. Hans Blum (CSU), selbst Schausteller, hatte schon einen Stapel Bewerbungen mitgebracht. Und der Oktober sei für Ausschreibungen noch ausreichend. "Wir sind noch nicht zu spät dran."

Zudem sollen die nächsten Monate genutzt werden, ein neues Konzept zu entwickeln. Ein möglicher Baustein daraus wird auf Empfehlung von Rechtsdezernent Hermann Hubmann bereits nächstes Jahr umgesetzt. Demnach wird das 120. Volks- und Schützenfest voraussichtlich vom bisherigen Ferientermin Mitte August auf die letzte Juli-Woche vorgezogen. Blum warnte eindringlich davor, jetzt ein Jahr zu pausieren. "Dann ist das Fest erledigt."

Genau diese Pause zum Nachdenken hatte Philipp Beyer (Bürgerliste) gefordert. Zusammen mit Fraktionskollegen Rainer Sindersberger und Gisela Helgath (Grüne) lehnte er den Beschluss ab. Ein Dorn im Auge ist den drei Stadträten, dass die Stadt mit 50 000 Euro und der Besetzung einer Halbtagsstelle für ein halbes Jahr in Vorleistung gehen muss. Die Mehrheit stellte fest, dass das Geld wieder reinkommt. Hans Sperrer (CSU), der den Feuerschützen ein "Riesendankeschön" für ihr langjähriges Engagement aussprach: "Wir werden Gewinn machen." Helgath forderte die Fortsetzung des Festes, sagte aber, die Organisation solle ein privater Dritter übernehmen.

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