Stadtbad-Förderverein kontert Aussagen bei Bürgerliste
Freunde der Wohnmobile

Ein Wohnmobil-Stellplatz im Stadtbad. Die Idee ist nicht neu, nun aber Thema bei der Bürgerliste (BL). Die bedauert, dass sich die "Freunde des Stadtbads" quer stellen würden. Der Förderverein kontert: "Barer Unsinn."

Angesichts des Artikels "Camper-Stellplatz im Stadtbad?" über das BL-"Sommergespräch" (Mittwochsausgabe) fielen die Förderer offenbar aus allen Wolken. Sie mussten lesen, dass sie sich gegen diese Lösung sperren würden. Geäußert ausgerechnet von einem der ihren: Stadtrat Reinhold Wildenauer, der Mitglied der "Freunde des Stadtbads" ist - "und dem Erhalt der Attraktivität dieser kostenlosen Freizeitanlage" wohlgesonnen, wie es in einer Stellungnahme des Vorstands heißt. Attraktiv wäre auch ein Wohnmobil-Stellplatz auf dem Areal. Das meint die Führungscrew nicht erst seit gestern: "Seit 2008 setzt sich der Stadtbad-Förderverein für die Ausweisung eines Wohnmobil-Stellplatzes auf dem Gebiet des Stadtbads, genauer gesagt auf dem sogenannten ,Fischerfest-Platz', ein."

Die Förderer schildern den weiteren Verlauf: In einem Schreiben vom 30. April 2009 teile Oberbürgermeister Kurt Seggewiß ("ebenfalls Freund des Stadtbads") dem Förderverein mit, dass auch er den "Fischerfestplatz" als idealen Wohnmobil-Stellplatz erachte. Verwaltungsinterne Prüfungen hätten jedoch ergeben, dass dies, wegen der Tragfähigkeit der Brücke über das Wehr mit immensen Problemen und sehr hohen Kosten verbunden sei. Als Alternative habe die Verwaltung den Platz nahe des DJK-Heims am Ludwig-Wolker-Weg auserkoren. Mittlerweile kommen Wohnmobile bei der WTW unter - doch dort seien sie zu weit weg vom Schuss, findet nicht zuletzt die Fraktion der Bürgerliste.

Die "Freunde des Stadtbads" halten das Gelände bei ihrer Anlage weiter für die Ideallösung. Im Schreiben an den OB argumentierten sie, dass die Tragfähigkeit der Brücke auch für die schweren Fahrzeuge der Fischerfest-Anlieferer oder die der Sinti und Roma ausreiche. Man könne die Überfahrt auf ein bestimmtes Gewicht beschränken. Der Vorstand verweist auf die Vorteile: Bademeister könnten als Betreuer und Aufsicht fungieren, Toiletten wären vorhanden, es gebe Spielgeräte und Duschen - und die Innenstadt wäre nah.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Andreas Baierl, gleichzeitig "Bademeister" im Stadtbad, stehe dem "Vorhaben Zeltplatz/Wohnmobil-Stellplatz im oder beim Stadtbad" weiter positiv gegenüber, betont der Vorstand. Laut Satzung dürfe nur der Charakter des Bads nicht verändert und nicht zu sehr in das Natur-Erscheinungsbild eingegriffen werden.
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