Standortgruppe Nord-Oberpfalz des Verbandes der Beamten der Bundeswehr tagt
Beamte wollen weg von 41 Stunden

Beamte bei der Bundeswehr diskutieren aktuelle Themen: (von links) der Leiter des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Amberg, Reinhard Schober, Horst Lorenz, Alfred Kick, Vorsitzende Anna Maria Walter, Referent Martin Kammler und Wolfgang Bloß. Bild: R. Kreuzer

Für Beamte gilt die 41-Stunden-Woche. Martin Kammler vom Verband der Beamten der Bundeswehr fordert eine Angleichung auf eine Wochenarbeitszeit von 39 Stunden, wie sie für Arbeitnehmer gilt. Es gebe keine Gründe, die eine unterschiedliche Behandlung rechtfertigen.

(kzr) Kammler war Gastredner bei der Jahreshauptversammlung der Standortgruppe des Verbandes der Beamten der Bundeswehr im Hotel Stadtkrug. Auch die Mütterrente für Beamtinnen des Bundes lasse immer noch auf sich warten. Dabei sei das auch für die Beamtinnen, die nicht durchgehend erwerbstätig sein konnten, durchaus ein wichtiges Thema. Deren Pension reiche im Alter oft nicht aus, da selbst die Mindestversorgung nicht immer greife.

Im Übrigen sollte im Versorgungsbereich gerade bei Verbesserungen nicht anders verfahren werden als im Rentenrecht. Verschlechterungen der Alterssicherung wurden durch den Gesetzgeber jeweils auf die Beamten übertragen. Bei Verbesserungen gelte diese Form der Gleichbehandlung offensichtlich nicht.

Die Pension der Beamten, die von vielen neidisch beäugt wird, werde in der Öffentlichkeit oft in sehr unsachlicher Weise mit den Renten verglichen. Richtig sei, dass die Zeiten und Zahlungen für Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit aller Rentner zu völlig anderen statistischen Zahlen und Fakten im Erwerbsleben dieser Arbeitnehmer führen. Beamte müssen schon bei Einstieg in eine Beamtenlaufbahn schulische Voraussetzungen wie mittlere Reife, Abitur oder ein Hochschulstudium nachweisen. Der fünfte Versorgungsbericht der Bundesregierung weise zu Recht und ganz eindeutig darauf hin, dass sich Rente und Beamtenbezüge wegen der Unterschiede im Ablauf und in den Voraussetzungen der Dienst- und Arbeitsverhältnisse nicht vergleichen lassen.

Referent Kammler verwies auf die erfolgreiche Arbeit der Wehrverwaltung im Aufbau der Bundeswehr und den Jahren danach. Die aktuellen Strukturveränderungen in der Wehrverwaltung haben nach seiner Ansicht nach Einschätzung der zivilen Mitarbeiter mit der Zerschlagung der territorialen Wehrverwaltung und einer zentralen Spartenlösung zu keinerlei Verbesserungen in der Aufgabenerledigung geführt. "Diese sogenannte Neuausrichtung hat sich von den Mitarbeitern entfernt, berücksichtigt nicht die geltenden Normen und verkennt die in der Verfassung vorgegebene Aufgabenzuweisung der Deckung des Personal- und Sachbedarfs der Streitkräfte", protestierte Kammler.

Der Verband ehrte Mitglieder: für 50 Jahre Willi Christ, Benno Hacker, Herrmann Marherr und Josef Spanl, 40 Jahre Hans Konheiser, 30 Jahre Franz Haderer und Andreas Sächerl, 25 Jahre Wolfgang Bloß, 20 Jahre Reinhard Schober und Michael Mühldorfer, 15 Jahre Yvonne Jung, 10 Jahre Carmen Schlosser. Stephan Gollwitzer informierte über die Bautätigkeit in der Ostmark-Kaserne. Es sei sehr erfreulich, dass die Kaserne mit einem Sanitätszentrum noch wachse. Solche Baumaßnahmen würden auch für die Zukunft den Standort sichern und die Arbeitsplätze hier vor Ort halten. Vorsitzende Anna Maria Walter wies daraufhin, dass für den Sommer ein Grillfest in Amberg/Kümmersbruck geplant sei.
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