10.07.2017 - 20:04 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Staus rund um Adolf-Kolping-Platz Baustellenampeln zeigen länger Rot

Montagmorgen: Rund um den Adolf-Kolping-Platz gehen die Lichter aus. Die Ampeln in der Schiller-, Sedan, der Christian-Seltmann- und der Nikolaistraße gehen vom Netz. Baustellenampeln leuchten dafür auf. Doch sie bremsen den Verkehr erst mal aus.

von Simone Baumgärtner Kontakt Profil

Autos und Busse des ÖPNV stauen sich in fast jede Richtung. "Denn die Durchlaufzahlen des Verkehrs haben sich minimiert", informiert Polizeihauptkommissar Johann Wurm. Sprich: Die Ampeln am Adolf-Kolping-Platz stehen länger auf Rot, die Autos folglich länger davor. "Das wird jetzt wohl die nächsten Wochen so laufen", prognostiziert Wurm.

Er appelliert deshalb an alle Verkehrsteilnehmer, den Adolf-KolpingPlatz - über den Schätzungen nach zwischen 40 000 und 45 000 Autos pro Tag rollen - bis auf Weiteres großräumig zu umfahren (siehe Routentipps im Kasten). "Gerade der ÖPNV würde es den Autofahrern danken."

Denn die Linienbusse hatten am Montag um die Mittagszeit bis zu 25 Minuten Verspätung. "Das ist fast die doppelte Fahrzeit. Da fällt ein kompletter Umlauf aus. Das ist nicht mehr aufzufangen", sagt Busunternehmer Wolfgang Wies. Dabei liege die Hauptverkehrszeit zwischen 16 und 17 Uhr. "Eine solche Verspätung also bereits um 14 Uhr zu haben, ist schon nicht normal." Besonders bedauert er, dass die wartenden Fahrgäste an den Haltestellen ja nicht über die Verspätung informiert werden können. Wies aber hofft auf Besserung in den nächsten zwei bis drei Tagen. Denn Autofahrer würden dazulernen: "Der Individualverkehr kann ausweichen." Und das werde er der Erfahrung nach auch tun. Auf diese Art von Entspannung hofft auch Wurm. Obendrein nahe der August und damit die Ferienzeit, in der das Verkehrsaufkommen grundsätzlich weniger würde.

Zum Hintergrund: Die Baustellenampeln sind ein Muss, weil der Komplettumbau des Adolf-Kolping-Platzes in die nächste Runde geht. Die Verkehrsinsel in der Nikolaistraße wird versetzt und barrierefrei gestaltet. Deshalb braucht es die "hochmoderne Behelfsampeln", wie Wurm sie beschreibt. Die Ampeln seien ausgerüstet mit Detektoren, die ständig das Verkehrsaufkommen und den Verkehrsfluss messen. Stand am Montagmittag: Das Aufkommen ist enorm, der Fluss enorm zäh. "Das liegt an der Aneinanderreihung der Sicherungszeiten für die Ampelschaltung", erklärt der Verkehrsexperte von der Polizeiinspektion Weiden. Die Behelfsampeln würden weiter weg liegen von den abgesetzten Fußgängerfurten. Die Folge: Die längeren Wege müssten in der Ampelschaltung berücksichtigt werden. "Auch ein Traktor, der mit 10 km/h dahintuckert, muss die Kreuzung queren können, ohne dass etwas passiert." (Angemerkt)

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