16.03.2018 - 21:00 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Stephan Gollwitzer dankt Unterstützern, überlegt aber gegen Gerüchte vorzugehen Nach Unfall zurück im Stadtrat

"CSU-Kreischef Gollwitzer schwer verletzt" lautete die Nachricht am 16. Dezember, die viele Menschen schockierte. Auf dem Rückweg vom CSU-Parteitag in Nürnberg verunglückte er mit einem BMW auf der B 470 bei Schwarzenbach. Nach langen Wochen im Krankenhaus und auf Reha kehrt der 39-Jährige nach und nach in seine Ämter zurück. Ab 1. April will er beruflich voll einsteigen. Bereits am Montag nimmt er wieder an der Stadtratssitzung teil. Sein Unfall lässt ihn aber noch nicht los. Die Gerüchte um den Vorfall könnten ein Nachspiel für einige Personen haben.

"Wenn jemand etwas über mich behauptete, was nicht stimmt, würde ich diese Person verklagen." Zitat: Stephan Gollwitzer, CSU-Stadtrat und Kreisvorsitzender
von Beate-Josefine Luber Kontakt Profil

Herr Gollwitzer, Ihr Unfall ist drei Monate her. Wie geht es Ihnen?

Stephan Gollwitzer: Sehr gut. Dank der Ersthelfer, Ärzte und des Pflegepersonals des Klinikums Weiden. Ich hatte viele Brüche im Brustbereich und einige innere Verletzungen. Dank der vielen Schutzengel und der Fahrgastzelle im Auto bin ich relativ glimpflich davongekommen. Das hätte auch anders ausgehen können. Im Krankenhaus sagt man mir, ich hätte auch querschnittsgelähmt sein können.

Sie engagieren sich in vielen Vereinen, sind CSU-Kreisvorsitzender und Stadtrat. Nehmen Sie an der Stadtratssitzung am Montag teil?

Ja, das habe ich vor. In meinen Ehrenämtern haben mich sehr viele Menschen unterstützt. Denen möchte ich unendlich danken. Von allen Seiten habe ich sehr viel Zuspruch bekommen.

Anscheinend aber nicht nur. Auf einer Versammlung des VfB Weiden sprachen Sie von "Verleumdungen und Vorwürfen"?

Ich habe das nach der Versammlung gesagt. Zum Hintergrund: Ich lag nach meinem Unfall mehrere Tage im künstlichen Koma und auf der Intensivstation. Ich kann mich an die Zeit kaum erinnern. In dieser Zeit hat meine Familie, teils beim Einkaufen oder beim Bäcker, Gerüchte gehört, die über mich verbreitet wurden.

Welche Gerüchte meinen Sie?

Da gab es Menschen, die ganz wirre Dinge zum Unfallhergang behauptet haben, die nicht stimmen. Da bitte ich doch, wenn man etwas nicht genau weiß und die betreffende Person nicht ansprechbar ist, bitte einfach die Angehörigen zu fragen, bevor Gerüchte in die Welt gesetzt werden.

Welche "wirren Dinge" waren das?

Dazu möchte ich mich nicht äußern. Noch laufen Ermittlungen. Ich werde zur richtigen Zeit noch einmal ausführlich dazu Stellung nehmen.

Sie haben bei der VfB-Versammlung auch gesagt, dass es ein "gerichtliches Nachspiel" geben wird. Was meinten Sie damit?

Wenn jemand vor Zeugen etwas über mich behauptete, was nicht stimmt, würde ich diese Person verklagen - wegen übler Nachrede und Verleumdung. Es gibt dieses Recht, das möchte ich auch wahrnehmen, einfach auch, um mich und meine Familie zu schützen.

Das hat jedoch, und das möchte ich betonen, rein gar nichts mit den Auseinandersetzungen zu dem Spiel VfB gegen Windischeschenbach zu tun, zu dem ich mich auch geäußert habe. Da haben mich nach Erscheinen des Artikels einige Leute missverstanden.

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