Stephan und Christian Argauer eröffnen „Milchbar“ neu
Von wegen Milch

Geschäftseinweihung der besonderen Art: Stephan und Christian Argauer, die neuen Betreiber der "Milchbar", fahren einen Weihepriester auf. Es gratulieren Vermieterin Beatrix Rechl und Wein-Ikone Egon Schäffer. Bild: uz

Blutig oder unblutig? Na, wie hätten Sie's denn gern? Stephan und Christian Argauer entschieden sich für die eher trockene Variante. Das einzige, was vergossen werden durfte, war ein Becher voll Wein ins Kohlenfeuer. Der römische Weihepriester Johannes Breyer konnte sein Schweinderl im Stall lassen.

Ja. "Die Milchbar" in der Postgasse wurde am Dienstagabend wiederbelebt. Neue Pächter sind die Brüder Argauer, die bereits als federführende Mitarbeiter "La Bodega" und im "Tucan" jahrelange Erfahrung in der Gastronomie erworben haben.

Das Lokal heißt zwar "Milchbar". Die gibt es zwar auch auf der Getränkekarte, überwiegend wird aber Wein und Bier angeboten. Besonderer Dank galt Vermieterin Beatrix Rechl. Ratschläge habe es viele gegeben, erinnerte sich Stephan Argauer bei der Einweihungsfeier. "Am Ende haben wir das gemacht, was wir wollten."

Zum altrömischen Ritual gehörten eigentlich Flötentöne. Aber auf die wurde verzichtet. Vor einem glühenden Kohlebecken zelebrierte der in eine Tunika gekleidete Weihepriester Opfer an Apoll, Bacchus und die Hausgötter. Wenigstens das kleine Latinum war aber schon Voraussetzung, um den Weihehandlungen folgen zu können. Bei der Zeremonie brach er, von Weihrauch umhüllt, Brot, warf es ins Feuer, goss einen halben Becher Wein dazu - den Rest trank er selbst - und gab getrocknete Lorbeerblätter und eine Frucht hinein. Am Ende stießen alle Gäste auf die neue Milchbar an.
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