22.10.2017 - 11:54 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Suchaktion bei Nacht [Aktualisierung]: Großeinsatz am Flutkanal

Ein Großaufgebot von Einsatzkräften hat in der Nacht zum Sonntag am Flutkanal nach einem jungen Mann gesucht. Die Polizei befürchtete, dass dieser im Bereich des Max-Reger-Parks ins Wasser gestürzt war. Gegen 5.30 Uhr wurde der Gesuchte wohlbehalten gefunden.

Rund 80 Polizisten und Rettungskräfte haben in der Nacht zu Sonntag am Flutkanal in Weiden nach einem jungen Mann gesucht.
von Stefan Zaruba Kontakt Profil

Eine 18-jährige Weidenerin hatte um 2 Uhr Alarm geschlagen. Ihr Freund habe ihr eine Nachricht geschickt, laut der der 22-Jährige sich bei den Treppen nahe des Pavillons im Max-Reger-Park aufhalte. "Aufgrund des Wortlautes in der Nachricht konnte angenommen werden, dass sich der junge Mann entweder in einem psychischen Ausnahmezustand befindet oder stark alkoholisiert war", heißt es im Polizeibericht. Die junge Frau konnte den Freund telefonisch nicht erreichen.

Polizisten kontrollierten die Treppen in der Parkanlage und fanden die Geldbörse des 22-Jährigen auf den Stufen. Weitere Beamte überprüften gleichzeitig Adressen, an denen sich der Weidener aufhalte könnte. Dies führte nicht weiter, und auch das Handy des Mannes ließ nicht orten. Damit schloss die Polizei nicht mehr aus, dass der Gesuchte in den Flutkanal gefallen war, der derzeit relativ viel Wasser führt.

Feuerwehr und Wasserwacht des Roten Kreuzes mit Unterstützungskräften, Notarzt und Rettungshundestaffel wurden alarmiert - insgesamt 80 Menschen. Die Trupps suchten die Ufer des Kanals Richtung Südosttangente ab. Zusätzlich kamen fünf Boote zum Einsatz. Aus der Luft unterstützte ein Polizeihubschrauber die Suche. Auch ein Kriseninterventionsteam wurde angefordert, um Angehörige zu betreuen.

Die Entwarnung kam in den frühen Morgenstunden. Eine Streife traf den 22-Jährigen bei einer Verwandten im Stadtgebiet an. "Wie er zu dieser gelangte und was der Grund für seine Nachrichten war, muss noch geklärt werden. Seine Eltern zeigten sich erst mal erleichtert, dass ihr Schützling unbeschadet durch die Einsatzkräfte aufgefunden wurde."

 

 

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