Technisches Hilfswerk Weiden zieht Bilanz und Ehrt Mitstreiter
Angepackt bei Unfällen und Flut

Ein heftiger Unfall in der Region oder Flut in Niederbayern: Das Technische Hilfswerk (THW) Weiden war im zu Ende gehenden Jahr stark gefordert. Nun zieht der Ortsverband Bilanz und dankt den Helfern bei einer Feier. Für 18 000 ehrenamtliche Stunden.

Sie stehen rund um die Uhr bereit - und das war heuer auch nötig: Zu rund 40 Einsätzen alarmierte die Integrierte Leitstelle den Ortsverband des THW. Auch wenn dabei oft nur der THW-Fachberater helfen musste und keine weiteren Kräfte erforderlich waren, blieben größere Herausforderungen nicht aus, was insgesamt rund 1300 Einsatzstunden zur Folge hatte. Ob der Dacheinsturz eines Weidener Möbelhauses, das verheerende Hochwasser in Simbach am Inn, starke Unwetter über Weiden oder ein schwerer Unfall zwischen einem Auto und einem Bus zwischen Weiden und Vohenstrauß - das THW leistete umfassende technische Hilfe.

Zudem haben die THWler 3331 Ausbildungs- und Übungsstunden absolviert und waren 183 Stunden auf externen Lehrgängen. Die größte Übung des Jahres, die zusammen mit der Feuerwehr Oberwildenau und weiteren Wehren bewältigt wurde, war ein simuliertes Zugunglück mit einem Regionalexpress.

Die Jugendgruppe hat 4223 Stunden Ausbildungen ebenso hinter sich wie verschiedene Freizeitaktivitäten. Hinzu kamen rund 9000 Stunden beim Ortsverband, die etwa für Technische Dienste an den Fahrzeugen, Pflegemaßnahmen an den Liegenschaften, Sitzungen sowie Vorbereitungen für Übungen und Ausbildungen anfielen. Neu gegründet ist die "Projektgruppe Übungsgelände", die den THW-eigenen, 18 000 Quadratmeter großen Übungsplatz in Weiden-Frauenricht die nächsten Jahre aufwerten und weiterentwickeln soll.

In ihren Reden dankten THW-Geschäftsführer Rüdiger Maetzig und Ortsbeauftragter Andreas Duschner den Helfern, die 120 bis 800 Dienststunden pro Jahr für ihr Ehrenamt aufbrächten und dadurch Verantwortung für eine sichere Gesellschaft übernähmen. Das sei längst nicht mehr selbstverständlich. Ein besonderer Dank ging auch die jeweiligen Partner, die diese Tätigkeit oftmals sogar aktiv förderten und selbst bei Veranstaltungen mit anpackten.

Duschner erhielt für seine Verdienste in mehr als 15-jähriger ehrenamtlicher THW-Arbeit, davon seit mehr als 5 Jahren als Leiter des Ortsverbandes, von Geschäftsführer Rüdiger Maetzig das THW-Helferzeichen in Gold. Die Ehrung für 10 Jahre aktiven Einsatz im Dienste der Humanität bekam Andreas Grötsch.

Fluthelfer geehrtFür den Einsatz bei der Unwetter- und Fluthilfe im Frühjahr erhielten 14 Weidener THWler die Auszeichnung "Fluthelfer 2016" des Freistaats: Jan Braunreiter, Sebastian Bürger, Lukas Dellinger, Andreas Duschner, Heiko Engelbrecht, Joseph Fellner, Wolfgang Gollwitzer, Andreas Grötsch, Markus Koller, Jürgen Kurzwart, Michael Raab, Thomas Schiller, Patrick Strobl und Florian Wirth.
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