Update 08.04.2014 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Übersicht über Kirwa-Termine in der Region "O Kirwa, lou niat nou"

Kirwa, das bedeutet farbenfrohe Trachten, Traditionen und Party. Wann welche Kirwa wo ist - diese Information findet Ihr hier auf onetz.de. 

Bilder: Petra Hartl
von Alexander Unger Kontakt Profil

Ursprünglich wurde der Termin für die Kirchweih von der Obrigkeit festgesetzt. Sie findet für gewöhnlich im Oktober statt. Nicht so in der Oberpfalz.

Wer noch eine Kirwa melden will, kann einfach eine E-Mail mit dem Betreff Kirwakalender an redaktion[at]onetz[dot]de schreiben.

Hier gibt es eine Übersicht der Kirwan in der Region:

Die wichtigsten Fachbegriffe zur Kirwa:

Kirwaburschn und Kirwamoila Bursch und Moila sind unverheiratete junge Männer und Frauen. Für die Dauer der Kirwa bilden sie ein Paar. Die Kirwamoila tragen einen selbst gebundenen Kranz im Haar, die Burschn tragen ihren Hut mit dem "Blumenschmuck" eines Moidls.

Dirndl und Lederhose Zum Dirndl gehört eine Schürze. Der Knoten sagt traditionell etwas über den Familienstand der Trägerin. Schleife rechts: Vergeben, Schleife links: Single. Dirndl-Schleife vorne mittig gebunden: Jungfrau.  Ist die Schleife mittig auf der Rückseite und die Frau im Dirndl keine Kellnerin, dann ist sie verwitwet.Die Lederhose der Burschn endet meist über dem Knie. Sie kann Hosenträger haben, muss aber nicht.

Da es keine einheitliche Oberpfälzer Tracht gibt, existiert auch keine einheitliche Kleidervorschrift. Lange Dirndln sowie Lederhosen gehören aber zum Standard. Der untere Saum des traditionellen Dirndls ist eine "Maßkrughöhe" vom Boden entfernt. Damit soll ein versehentliches Umwerfen von Krügen und ein Verschütten von Bier verhindert werden.

Kirwabaum Zu einer Kirwa gehört ein Kirwabaum. Die Burschn holen einen stattlichen Baum aus dem Wald. Die Moila schmücken den Stamm und die Krone mit Bändern. Er ist die weithin sichtbare Antwort auf die Frage: "Wer hout Kirwa?" Am Nachmittag stellen die Kirwaburschen den Baum auf - traditionell nur mit Muskelkraft. Dies geschieht mit langen Stangen, die am oberen Ende mit Stricken zusammengebunden sind, den Schwalben oder auch Goisn.

Baum austanzen Auf der Bühne um den Kirwabaum tanzen Burschn und Moila traditionelle Tänze. Dabei wird auch das Oberkirwapaar ermittelt. Ein Wecker klingelt während der entscheidenden Tänze. Das Paar, das in diesem Augenblick den Blumenstrauß der Gruppe hat, ist Oberkirwapaar für ein Jahr.

Bätz, Betzn Das Bätz ist ein gewöhnliches Schaf. Kirwaburschn und Kirwamoila führen das gewaschene und geschmückte Tier zum Austanzen mit. Der Brauch wird vor allem in der nördlichen und westlichen Oberpfalz gepflegt. Das Bätz wird als Fruchtbarkeitssymbol gedeutet.

Kirwa eingraben Jede Kirwa hat ein Ende. Am letzten Tag der Feier singen die Kirwaburschn traurige Lieder und "beerdigen" die Kirwa bis sie im Folgejahr wieder "ausgegraben" wird.

Gstanzln, Schnodahüpfl In den Gstanzln nehmen die Burschen scherzhaft - lokale Ereignisse oder Personen aufs Korn.  Gurzerer, Juchizer Der "Freudenschrei" klingt wie ein kurzer Jodler. Er kann nahezu alles bedeuten. Von "Mir geht es richtig gut" bis "ich hab Durst".

Küchl Die Kücheln, ein Hefegebäck, wurden früher nur zur Kirwa gebacken. Dabei werden kreisrunde Teigstücke mit dickem Rand und dünner Fläche in schwimmendem Fett "gebacken" und anschließend mit Puderzucker bestäubt.

Kirwaliesl Steinerner Krug mit Deckel für das Bier.

Kirwabär
Eine wild anmutende Gestalt wird am Kirwamontag durch das Dorf getrieben. Dabei handelt es sich meistens um den trinkfreudigsten Kirwaburschn. Musikanten und Kinder begleiten den Kirwabären. Die Treiber beschmieren Passanten mit Ruß. Eine oder mehrere Einkehren bei Wirten oder spendablen Privatpersonen wechseln sich mit "Marsch-Etappen" ab.

 

So war es beim Kreis-Kirwa-Warmup

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.