01.03.2018 - 10:58 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Verband für landwirtschaftliche Fachbildung Weiden-Neustadt wählt Vorstandschaft Ehrgeiz, Motivation und Wissen

Die Anforderungen an die Nahrungsmittelerzeuger steigen. Doch bei der Umsetzung werden die Landwirte alleingelassen. Ohne fachliche Fortbildung würde es für die Bauern düster aussehen.

Langjährige Mitglieder wurden für 50-jährige Treue geehrt. Links im Bild: VlF-Geschäftsführer Siegfried Kiener.
von Autor UZProfil

Albert Gollwitzer beklagte den Vorschriftendschungel in der Landwirtschaft. Der Gesetzgeber schaffe Verordnungen und die Landwirte blieben bei der Umsetzung allein gelassen. "Der Staat ist dann wieder bei der Kontrolle und bei möglichen Sanktionen zur Stelle", sagte der Vorsitzende des Verbandes für landwirtschaftliche Fachbildung Weiden-Neustadt am Dienstagabend in der Jahreshauptversammlung im Postkellersaal.

Um beim Absatz ihrer Produkte einen Werbevorteil erzielen zu können, würden die Anforderungen durch die Abnehmer immer weiter nach oben geschraubt. Die hierdurch entstehenden Kosten der Landwirte würden aber nicht durch einen entsprechend höheren Preis ausgeglichen. Vom zeitlichen Aufwand gar nicht zu sprechen. Um weiterhin als kompetente Nahrungsmittelerzeuger gelten zu können, benötigten Landwirte Ehrgeiz, Motivation und Wissen. Und dafür stehe die Fachbildung, die regelmäßig über Neuerungen informiere. Geschäftsführer Siegfried Kiener, Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Weiden, bezifferte die aktuelle Mitgliederzahl auf 1538. Davon seien 447 Frauen. Die Studierendenzahl an der Landwirtschaftsschule, Abteilung Landwirtschaft: 1. Semester: 18, 3. Semester: 20, Praxisjahr: 21. Abteilung Hauswirtschaft: 19.

Im Berichtszeitraum habe der Verband zwei Lehrfahrten für Bäuerinnen organisiert. An 11 Veranstaltungen hätten sich 834 Interessenten beteiligt. Informiert worden sei über die neue Düngerverordnung, den Pflanzenanbau oder kostengünstige Futterrationen für Rinder und Schweine. Gut angenommen worden sei die traditionelle Aktion im City-Center "Landfrauen helfen beim Schenken".

Gartenbau-Ingenieur Thomas Janscheck aus der Hopfenanbauregion Wolnzach berichtete bei der Veranstaltung über Bauernregeln und Lostage im Jahreskreis. Sein Thema: "Kunigund macht warum von unt'." Dabei blendete er weit zurück und betonte, dass die Sterne am Firmament die Menschen ihre Entwicklungsgeschichte lang begleitet hätten. Die Kenntnis des Sonnenlaufs und die Einteilung des Jahreskreises nach Anbau-, Reife- und Erntezeiten der Feldfrüchte seien für Menschen lebenswichtig gewesen. "Stets war die größte Sorge, dass das Licht und die damit verbundene Wärme und das Grün nicht wiederkehren."

Zahlreich und farbenfroh seien die Legenden um das Leben und Wirken Mariens. Sie alle spiegelten das Bedürfnis der Bevölkerung wider, Religiosität nicht in abstrakten Glaubenssätzen, sondern in konkreten Bildern zu suchen. Als bedeutende Phase habe die Zeit der Sommer- und Wintersonnenwende gegolten.

Neuwahlen und Ehrungen

Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzender bleibt Albert Gollwitzer, 2. Vorsitzender Josef Marzi, 3. Vorsitzende Rita Brüderer, Beisitzer Erika Brandl und Johannes Haberkorn, Kassier Heike Lehner. Hauptausschussmitglieder: Gerhard Bärnklau, Markus Grötsch, Sonja Högen, Marianne Käs, Andreas Schmid, Marta Teicher, Markus Weig, Josef Wittmann, Christian Ziegler, Andreas Zielbauer, Fabian Baumgart, Sebastian Gebert, Lorenz König und Sebastian Mathes.

Für 50-jährige Treue ehrte der Verband für landwirtschaftliche Fachbildung: Maria Fenzl, Anna Prößl, Gertraud Imhof, Sieglinde Hierold, Hans Argauer, Johann Bauer, Bernhard Burger, Hilarius Danzl, Ludwig Dötterl, Josef Feiler, Theodor Fichtner, Erwin Forster, Albert Kick, Hans Lang, Karl List, Manfred Manger, Josef Meier, Georg Meindl, Josef Müller, Albert Pittner, Josef Preßl, Heinrich Prößl, Wilfried Teicher, Paul Uschold, Hans Völkl und Alois Weig. (uz)

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.