16.03.2018 - 20:10 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Verdi erhöht den Druck Es drohen Warnstreiks

Der Druck wird verstärkt. Die Gewerkschaft Verdi kündigt für die kommende Woche Warnstreiks im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen auch für die Region an. Betroffen sein werden die Städte Regensburg, Amberg und auch Weiden, wie Verdi-Bezirksgeschäftsführer Alexander Gröbner und seine Stellvertreterin Manuela Dietz in einem Pressegespräch mitteilten.

Für Verdi-Bezirksgeschäftsführer Alexander Gröbner und seine Stellvertreterin Manuela Dietz stehen die Zeichen auf Streik. Bild: Hladik
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

"Weiden wird es im Laufe der Woche treffen", so Gröbner. Welche Einrichtungen bestreikt werden, wollte er noch nicht preisgeben. Nur so viel: Am Montag passiere noch nichts. In der Nachbarstadt Amberg würden unterdessen am Montag die Bundeswehr und städtische Einrichtungen bestreikt, am Dienstag bleiben unter anderem Kindertagesstätten und Krabbelgruppen in Regensburg zeitweise geschlossen.

In der Oberpfalz sind rund 15 000 Beschäftigte betroffen. Ob in Pflegeeinrichtungen, Kindergärten, Sparkassen, Stadtverwaltungen, Arbeitsagenturen und Jobcentern oder der Bundeswehr, vor allem Beschäftigte der unteren Einkommenklassen dürften laut Verdi nicht abgehängt werden. "Wir müssen eine Entscheidung herbeiführen", sagte Gröbner. Von den Auswirkungen der Streiks seien vor allem die Bürger betroffen. Das lasse sich nicht vermeiden. "Die schlechten Bedingungen im Pflegebereich gehen aber jeden von uns an. Das ist ein öffentliches Thema und es ist endlich in der Politik angekommen." Auch in der zweiten Tarif-Verhandlungsrunde vom 12./13. März hätten die öffentlichen Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot unterbreitet. Das sei ein Unding, geben sich die beiden Gewerkschafter kämpferisch. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 15./16. April statt. Dann wird Horst Seehofer als neuer Bundesminister mit am Tisch sitzen. Dass im Zuge der langwierigen Regierungsbildung bisher "nur" mit den Staatssekretären verhandelt werden konnte, habe die Verhandlungen nicht einfacher gemacht. "Solch eine Situation hatten wir noch nie", sagte Gröbner.

Verdi fordert in der Tarifrunde 6 Prozent mehr Einkommen für eine Laufzeit von 12 Monaten, mindestens aber 200 Euro. Außerdem soll es für Auszubildende monatlich 100 Euro mehr geben und eine Übernahmegarantie. Angemerkt

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.