07.03.2018 - 20:10 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Verein Kanu-Weiden ist mit Leidenschaft auf Flüssen in ganz Europa unterwegs 14 000 Kilometer per Kanu zurückgelegt

Auch der Verein Kanu-Weiden braucht die Schwimmhalle dringend: Wie Vorsitzender Marcus Rudnik bei der Jahreshauptversammlung sagte, ist für den Verein die Trainingsgelegenheit in der Realschulschwimmhalle jeden Freitag wichtig. Mit neun Booten wird wöchentlich sichere Bootsbeherrschung trainiert. Auf zwei Stand-Up-Paddel-Boarden erlernt man das Stehendpaddeln, und gleichzeitig werden das Ausbalancieren und das Gleichgewicht trainiert.

Wasser ist ihr Element: Der Verein Kanu-Weiden zieht mit Ehrengästen die Jahresbilanz 2017. Bild: exb
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Rudnik zeichnete einige sportliche Mitglieder aus, die sich auch auf Bezirks- und Bayernebene qualifizierten (Kasten). Zum Kanusport gehören die Freude an der Bewegung in der Natur. Mit diesen Voraussetzungen erpaddelten sich die fleißigen Sportler im Jahr 2017 14 381 Kilometer und damit den dritten Rang in der Oberpfalz und den siebten Platz in Bayern. Der Mitgliederstand liegt konstant bei 105, davon sind 36 Prozent junge Leute bis 27 Jahre.

Neben dem Hallentraining werden beim Mittwochstraining im Stadtbad Fahrten auf der Alten Naab bis zum Stadtbad unternommen. Hier kann auch der sichere Umgang mit einem Kanadier trainiert werden. Rudnik lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadtgärtnerei und dem städtischen Bauhof sowie Andreas Baierl, dem guten Geist des Stadtbades.

Bei drei Terminen schulte Bertram Völkl die interessierten Kanuten in Erster Hilfe. Zu den Angeboten des Vereins zählen die Ferienaktion des Stadtjugendrings (zum 39. Mal), der Familientag im Stadtbad und die Betreuung von Jugendlichen des Heilpädagogischen Zentrums Irchenrieth. Rudnik bedankte sich bei den Helfern dieser Aktionen, vor allem bei den Jugendlichen Luca Henschke, Julian Sattich und Fabian Eller.

Wandersportwartin Ingeborg Rudnik berichtete von vielen gemeinsamen Unternehmungen: Bezirksanpaddeln auf der Waldnaab, Donau-Demo für eine freifließende Donau von Mariaposching bis Winzer, Demo-Fahrt auf der Salzach, Frauenfahrt auf der Eger und Fahrten auf der Wiesent und der Pegnitz, die von zeitweisen Sperrungen bedroht sind. Die beliebte Fahrt im September durch den Donaudurchbruch musste aufgrund von Hochwasser abgesagt werden.

Wildwassertage auf der glasklaren steirischen Salza erfüllten alle Träume und Wünsche. Der Abschluss war die Silvesterfahrt auf der Waldnaab. Die Bootsfahrten verliefen unfallfrei. Es wurde in Deutschland, Österreich, Tschechien, Kroatien, Norwegen gepaddelt, in den Schwierigkeitsstufen eins bis vier. Zimmermann bereiste bei seiner Tour "International Danubien" dazu noch Länder bis zum Schwarzen Meer.

Leif Zimmermann, Familien- und Jugendwart, ließ anhand von Bildern die Jugendfahrten Revue passieren: Skifreizeit, Wildwasser- und Gepäckfahrten. Das Schüler-Jugend-Abenteuer in der Natur beim KC Schwandorf war sehr gelungen. Der Kanu-Bezirksvorsitzende Karlheinz Baumer und die Vizepräsidentin für Freizeit und Wandersport des Bayerischen Kanu-Verbandes lobten die Homepage des Vereines, die Ralf Gerlach betreut.

Wertungen

Besondere Leistung erbrachte Leif Zimmermann mit 2248 Kilometern und Gold Wiederholung 21. Er sicherte sich den 1. Platz in Verein und Oberpfalz und den 6. Platz in Bayern. Es folgten Manfred Weichselmann (1511 km, Gold Sonderstufe V), Anita Weichselmann (1501 km, Gold Wiederholung 3), Manfred Schmidt (829 km, Bronze 4), Ingeborg Rudnik (632 km, Gold Wh 27). Gute Ergebnisse erzielten die Senioren Rudolf Frieser (567 km, Gold Wh 38), Heribert Stock (440 km, Gold Wh 26) und Ilse Stock (440 km, Gold Wh 14). Irene Frieser erreichte mit 450 Kilometern Gold Sonderstufe 35. Diese Wanderfahrermedaille erreichte in der Oberpfalz erstmalig eine Frau. Ihre Gesamtkilometerleistung beträgt 29 781. Ein sportliches Ergebnis, das bisher keine Weidener Kanutin erreichte. Den Rekord schaffte der Jugendliche Luca Henschke mit 735 Kilometern. Souverän paddelte er sich an die Spitze von Verein, Oberpfalz und Bayern. Mit 108 Kilometern, ausschließlich in Wildwasser, schließt sich Stefan Eller bei der Jugend an. Die fleißigsten Schüler waren Tom Rudnik (110 km) und Felix Hüttinger (89). An Werner Blendl ging mit elf Kenterungen die "bleierne Ente".

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