19.11.2017 - 11:24 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Verletzung des höchstpersönlichen Lebensraums: Erinnerungsaufnahmen aus der Notaufnahme

Nicht nur an Unfallorten sehen sich Helfer mit Schaulustigen konfrontiert. Die Weidener Polizei berichtet nun von einem Vorfall im Klinikum. Ein 57-Jähriger soll am späten Samstagabend Erinnerungsvideos in der Notaufnahme gemacht haben - während Patienten behandelt wurden.

Bild: Stephan Jansen/dpa
von Eva-Maria Hinterberger Kontakt Profil

Er muss sich wegen Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes und Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen verantworten. "Als anwesende Polizeibeamte den Mann aufforderten, die Aufnahmen zu unterlassen, zeigte sich dieser davon unbeeindruckt und zeichnete auch die geführten Gespräche ohne Einwilligung auf." Die Beamten stellten das Handy sicher.

Dem Vorfall voraus ging laut Polizeibericht ein Unfall einer Bekannten des Mannes. Er war mit seiner Begleitung in der Asylstraße unterwegs. Zusammen gingen sie auf dem Gehweg in Richtung Sedanstraße, als die Frau über den Standfuß eines Baustellenschildes stolperte. Durch den Sturz wurde die Weidnerin so schwer im Gesicht verletzt, dass sie mit dem BRK ins Klinikum gebracht wurde. Der 57-Jährige begleitete sie. "In der Notaufnahme wollte er, scheinbar ohne moralische Bedenken, Erinnerungsaufnahmen fertigen", heißt es in der Mitteilung.

Während des Einsatzes in der Asylstraße kam es zu einem Verkehrsunfall, wie die Polizei weiter berichtet. Eine 50-Jährige rangierte und stieß gegen einen geparkten Wagen. Polizisten bemerkten dies. "Es machte anfänglich den Anschein, dass sich die Fahrzeugführerin entfernen wollte" - ohne sich um den Schaden zu kümmern. "Scheinbar bemerkte sie jedoch noch rechtzeitig, dass die Beamten in ihre Richtung gingen." Sie blieb stehen.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.