20.12.2017 - 20:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Verschneite Waldweihnacht des Oberpfälzer Waldvereins, Zweigverein Weiden: Runterkommen und entschleunigen

Besseres Begleitwetter hätte Vorsitzender Alois Lukas nicht bestellen können. Die Waldweihnacht des Oberpfälzer Waldvereins am Sonntagabend vor der Strobelhütte wurde zu einem Wintermärchen.

"CHORisma" unter Leitung von Larissa Burghardt singt Weihnachtslieder im verschneiten Wald. Bild: Kunz
von Autor UZProfil

Es lag schon Schnee und es schneite, als die Besucher zusammen mit dem Chor "CHORisma" und der Bläsergruppe Schreiner das "O du Fröhliche" anstimmte. Vorher hatten Edith Schimandl und Georg Hüttner nachdenklich stimmende Geschichten erzählt. Sie zielten allesamt auf Entschleunigung. Es ging darum, nicht zwei Dinge auf einmal machen zu wollen, sondern den jeweiligen Schritt aufmerksam vor dem nächsten zu tun. Auch appellierte eine Geschichte an die Vernunft, sein Leben nicht dem Profit zu opfern, sondern schlicht den Augenblick zu genießen.

Markus Bächer schürte die Schwedenfeuer nach. Pfarrer Dominic Naujoks von der Pfarrei St. Markus sprach den kirchlichen Teil. "Alles rennt", sagte er. "Nur nichts verpassen." Aber überall dabei sein zu müssen, sei eigentlich "Schwachsinn", meinte der Pfarrer. "Ich brauch' doch nicht zu rennen." Einem Christen, der in einer lebendigen Beziehung zu Jesus Christus lebe, dem sei ewiges Leben verheißen.

Also habe er Zeit im Überfluss. "Ja, wenn ich ewiges Leben habe, kann ich doch nichts mehr verpassen." Ewiges Leben bedeute nicht, sich im Hiersein abzuhetzen zu müssen, um hinterher "als Engelchen, Wölkchen oder Geistwesen durchs Weltall zu schweben." Nein: "Ewiges Leben heißt, so sagt es uns die Bibel: Ich bekomme ein neues Leben im Reich Gottes, das genauso sinnlich und erfahrbar ist, wie das irdische." Wer daran glaube, könne sein Leben viel ruhiger angehen. Wenn Menschen Sorgen und Ängste aus heiterem Himmel befielen, "die sich weiterspinnen und uns aus unserer Gemütlichkeit herausreißen", sollten sie sich auf die Herrlichkeit Gottes besinnen. "Mal dir doch mal die schönen Sachen aus, damit du ein Bild vor Augen hast, als Gegengewicht zu den vielen Ängsten und negativen Nachrichten." Pfarrer Naujoks: "Ich hab's getan. Und deshalb freu ich mich ganz gewaltig auf das, was noch kommt."

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