01.02.2018 - 09:37 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Verstorben Verlagsdirektor Fritz Hußlein tot

Von German Vogelsang

Als Fritz Hußlein vom Neuen Tag/Amberger Zeitung im Oktober 1990 in den Ruhestand verabschiedet wurde, fielen zahlreiche Worte des Respekts und fast noch mehr der persönlichen Wertschätzung und Sympathie. Er habe, so hieß es, nach 22 Jahren ein "wohlbestelltes Haus" übergeben. Nun ist Hußlein im Alter von 90 Jahren gestorben.

Fritz Hußlein. Archivbild: Götz
von Redaktion OnetzProfil

Fritz Hußlein konnte in der Tat mit großer Genugtuung auf mehr als 20 Jahre erfolgreichen Wirkens zurückblicken. 1968 war er in den Verlag eingetreten - damals von der Bayerischen Staatsbank kommend - als kaufmännischer Leiter. Nach dreieinhalb Jahren wurde er angesichts seiner imponierenden Leistungen zum Geschäftsführer bestellt. Die Krönung bedeutete 1987 schließlich die Ernennung zum Verlagsdirektor. Zur Verabschiedung von Fritz Hußlein in den Ruhestand hatte der Verlag damals mit dem etwas saloppen Spruch eingeladen, der wohl ganz für das gewinnende Wesen Hußleins stand: "Weltoffen war er schon immer - aber jetzt steht ihm die Welt offen!"

Dies sollte seinerzeit auch als eine Verbeugung vor seiner humoristischen Ader verstanden werden. Andererseits kam es auch nicht von ungefähr, dass ihm der Freistaat Bayern die Staatsmedaille für besondere Verdienste um die bayerische Wirtschaft verlieh - übrigens durch den Weidener Staatsminister Gustl Lang.

Fritz Hußlein führte den Verlag mit Übersicht und Weitblick, mit Humor und gelassener Souveränität. Eine gewisse Tragik der Stunde will es, dass er gerade jetzt die Augen schloss, da sich der Verlag mit großen neuen Baumaßnahmen an der Weigel- und Dr.-Pfleger-Straße beschäftigt. Die Vorleistung dafür hat Fritz Hußlein in den 70er Jahren erbracht. Glanzpunkt seiner Verdienste um das Haus war (der Verlag war noch in der Ringstraße beheimatet) der Erwerb mehrerer verschieden aufeinander zulaufender Grundstücke zwischen Weigel- und Pflegerstraße.

Eine strategische Meisterleistung! Alle, die aus damaliger Zeit heute noch im Verlag beschäftigt sind, waren ihm dafür dankbar bis auf den heutigen Tag. Insbesondere die Verleger sind ihm in herzlicher Verbundenheit zu großem Dank verpflichtet - über den Tag hinaus.

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