18.01.2017 - 02:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Viele philippinische Frauen arbeiten in Asien Als Haushälterin im Ausland

(uz) Der Katholische Frauenbund bereitete am Samstagnachmittag im Pfarrheim von St. Josef den diesjährigen Weltgebetstag vor, der am 3. März in allen Weidener Pfarreien stattfinden wird. Dazu holten sich die Mitglieder Anregungen von Anni Hösl. Im Mittelpunkt der Aktion steht die Situation der Frau auf den Philippinen. Jede einzelne Pfarrei wird das Thema selbstständig aufbereiten.

Vor den Frauen, die den Weltgebetstag vorbereiteten, waren Stoffe, andere Handelswaren und Wertgegenstände von den Philippinen ausgebreitet. Beim Treffen im Pfarrheim von St. Josef wurde die aktuelle Situation für philippinische Frauen aufgezeigt. Bild: Kunz
von Autor UZProfil

Es geht vor allem um Fairness, um weltweite Gerechtigkeit, auch im Inselreich zwischen Taiwan und Indonesien mit seinen 7107 teils winzigen Inseln und 102 Millionen Einwohnern. Ein Drittel der Menschen dort sei jünger als 15 Jahre, 80 Prozent der Bevölkerung katholisch, hieß es. Damit seien die Philippinen nach Brasilien und Mexiko das drittgrößte katholisch geprägte Land der Erde.

Leider gehörten dort Korruption und Straflosigkeit bei Verbrechen zu den gravierendsten Problemen. Die Wirtschaft fuße auf Reis-, Mais-, Kokosnuss-, Ananas- und Bananenanbau. Auch Rohrzucker werde gewonnen. Die wichtigsten Bodenschätze sind Kupfer, Silber, Gold, Nickel, Kobalt und Öl. Die Lebensweise auf dem Lande sei einfach. Große Konzerne betrieben Plantagenwirtschaft und die global agierenden Konzerne interessierten sich vor allem für die reichen Rohstoffvorkommen, machte eine Dia-Show deutlich. Vor den teilnehmenden Frauen waren außerdem Waren und philippinische Wertgegenstände ausgebreitet.

Weniger bedeutsam sei die Industrie, hieß es. Ein Fünftel der arbeitenden Bevölkerung sei im Ausland tätig, oft als Lehrer oder Krankenschwester. Viele Frauen arbeiteten in Haushalten asiatischer oder südeuropäischer Staaten. Bildung sei wichtig. Aber die Alphabetisierung gelinge nur stockend, weil viele junge Menschen ihre Ausbildung abbrächen. Grund seien die viel zu weiten Schulwege. Auch in der Qualität würden sich die Schulen stark unterscheiden.

Staatliche Einrichtungen seien meist schlechter ausgestattet als private. Zu diesen gehörten zwei Dutzend katholische und eine evangelische Universität. Das medizinische Personal sei gut ausgebildet, finde aber oft keine Anstellung, weswegen die Ärzte ins Ausland gehen würden. Auch im Bereich soziale Sicherheit gebe es Unterschiede. Den Frauen aus dem Dekanat ging es vor allem darum, durch die angesprochenen Themen Anregungen für die Gestaltung des Weltgebetstages zu finden.

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