Vier neue Kavaliere der Straße aus der Oberpfalz
Autos gestoppt und Stau verhindert

Die ausgezeichneten Kavaliere der Straße Gerhard Pflaum, Gerhard und Renate Schorner und Johann Rauch (Dritter bis Sechster von links) mit Leitenden Polizeidirektor Manfred Jahn, Weidens Bürgermeister Jens Meyer (Erster und Zweiter von links), Kavaliere-Geschäftsführer Gernot Sittner, den Sprechern der Arbeitsgemeinschaft Hans Klemm und Gerd Brunner, Regierungspräsident Axel Bartelt und Viola Vogelsang-Reichl, Geschäftsführende Verlegerin der Oberpfalz-Medien (von rechts). Bild: Meister
 

Weiden/Amberg. Vier Persönlichkeiten aus dem Verbreitungsgebiet von Oberpfalz-Medien dürfen sich nun Kavaliere der Straße nennen. Bei der Feierstunde im Kulturzentrum Hans Bauer in Weiden erhielten sie Urkunde, Plakette und Anstecknadel aus der Hand von Regierungspräsident Axel Bartelt.

Für Risikobereitschaft, Mut und überlegtes Handeln lobte Laudator Gerd Brunner Gerhard Pflaum aus Weiherhammer (Landkreis Neustadt/WN). Der Fall: Von Parkstein aus in Richtung Hütten waren drei Fahrzeuge unterwegs, vorne ein Pkw mit Anhänger samt Pferd, dahinter zwei Autos mit Freunden. Das Trio war unterwegs zu einem Reitstall. Pflaum stellte allerdings fest, dass der 50-jährige Fahrer an der Spitze nicht die vereinbarte Route wählte, sondern geradeaus lenkte. Außerdem fuhr er in Schlangenlinien, beschädigte Leitpfosten und Leitplanken.

Pflaum entschloss sich zum Überholen, setzte sich vor das Gespann, verringerte die Geschwindigkeit und bremste es schließlich aus. Dabei zog er sich leichtere Verletzungen im Rücken- und Nackenbereich zu. Sein Fahrzeug wurde erheblich beschädigt. Der 50-jährige Gespann-Lenker, der während der Tour einen epileptischen Anfall erlitten hatte, blieb unverletzt. Die Polizeiinspektion Neustadt/WN hob in ihrer Meldung hervor, dass Pflaum einen möglichen Unfall mit schwerwiegenden Schäden an Leib und Leben anderer verhindert habe. Auch Renate und Gerhard Schorner aus Freudenberg (Landkreis Amberg-Sulzbach) haben durch ein gewagtes Bremsmanöver Schlimmeres verhindert. Beide waren in Poppenricht unterwegs, am Ende einer dahinschleichenden Fahrzeugschlange. Die Autos weiter vorne hupten und überholten, bis die Schorners direkt hinter dem Hindernis auffuhren und Seltsames bemerkten. Der Wagen vor ihnen war mal schneller, mal langsamer, fuhr über einen Bordstein, streifte beinahe einen entgegenkommenden Pkw. Die Person am Steuer hing weit nach rechts auf dem Beifahrersitz. Gerhard Schorner setzte zum Überholen an, er und seine Frau Renate sahen, das die Fahrerin extrem blass war und starr vor sich hin blickte. Renate Schorner verständigte den Rettungsdienst, ihr Mann setzte seinen Wagen vor das Unglücksgefährt. Es gelang ihm, das Auto aus 50 km/h zum Stehen zu bringen. Dank einer Anhängerkupplung hielt sich der Schaden in Grenzen. Renate Schorner lief nach hinten, beugte sich durch das offene Beifahrerfenster, zog Zündschlüssel und Handbremse. Gerhard Schorner barg die 67-jährige Fahrerin aus dem Wagen. Beide kümmerten sich um die am ganzen Körper zitternde Frau und brachten deren Pkw noch aus der Gefahrenzone.

Mut bewies auch Dr. Johann Rauch aus Weiden. Er war auf der A 93 Richtung Regensburg unterwegs. Im einspurigen Baustellenbereich bei Luhe-Wildenau war es zu einem Auffahrunfall gekommen. Ein Pkw blieb liegen. Rauch, direkt hinter dem beschädigten Pkw, scherte aus, kurvte durch die Baustellen-Absperrung, hängte den Wagen an und schleppte ihn bis zur nächsten Behelfsausfahrt. Die Verkehrspolizeiinspektion Weiden schrieb dazu, dass sich durch dieses beherzte Eingreifen ein Stau schnell aufgelöst habe. Ohnehin wäre es zu schwerwiegenden Behinderungen gekommen, bis ein Abschleppwagen die einspurige Fahrbahn hätte erreichen können.
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