06.03.2018 - 20:00 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Vorbeugende Maßnahmen gegen Ansteckungen werden fortgesetzt Klinikum Weiden wegen Influenza-Welle an Kapazitätsgrenze

Die Influenzawelle ebbt nicht ab. Das bekommen vor allem die Häuser der Kliniken Nordoberpfalz zu spüren. Sie stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen. Derzeit werden allein am Klinikum Weiden rund 50 Patienten mit Influenza stationär behandelt, erklärt Kliniken-Sprecher Michael Reindl am Dienstag. Die Folge: Die Präventionsmaßnahmen, die seit Mitte Februar in den Häusern gelten, müssen fortgesetzt werden. Eine sei besonders wichtig: Wenn möglich, sollten Besuche von Patienten stark eingeschränkt werden.

Weil die Influenza-Welle nicht abebbt, herrscht im Klinikum Weiden laut Pressemitteilung eine "extreme Situation". Man sei an einer Kapazitätsgrenze angelangt, die vorbeugenden Maßnahmen gegen weitere Ansteckungen werden fortgesetzt.
von Simone Baumgärtner Kontakt Profil

"Wir bitten Besucher, die sich krank fühlen, unbedingt von einem Besuch abzusehen. Nur so können wir verhindern, dass mögliche Infekte zu Patienten getragen werden, die in vielen Fällen ein bereits angeschlagenes Immunsystem haben. Das würde die aktuelle Situation nur weiter verschärfen", erklärt der Ärztliche Direktor, Dr. Thomas Egginger.

Nur Notfall-Operationen

Auch die anderen Präventionsmaßnahmen würden fortgesetzt. Hierzu zählen die Bitte um eine ausführliche Händedesinfektion ebenso wie das Tragen eines Mundnaseschutzes von Mitarbeitern, Patienten und Angehörigen im Bereich der Notaufnahme. In allen Häusern der Kliniken AG sei die Bettensituation angespannt. "Derzeit sind wir an unserer Kapazitätsgrenze angelangt. Wir müssen Patienten daher um Verständnis bitten, dass wir weiter überwiegend nur Notfall- und Tumor-Operationen durchführen können und geplante OP-Termine verschieben müssen. Auch im Bereich der Notaufnahme können längere Wartezeiten vorkommen. Für diese Unannehmlichkeiten möchten wir uns entschuldigen, aber wir können die aktuelle Situation leider nicht ändern", sagt Dr. Egginger.

"Personal extrem belastet"

Neben der bereits seit mehreren Wochen bestehenden Infektionsstation wurde jetzt eine zweite eingerichtet, in der Influenza-Patienten versorgt werden. "Das Personal ist extrem belastet, aber steht bis jetzt relativ stabil." Der Ärztliche Direktor dankt: "Das Engagement unseres Personals ist unvorstellbar. Alle helfen mit, die Versorgung aufrechtzuerhalten." Immer wieder habe es aber vorübergehende Abmeldungen bei der Rettungsleitstelle für infektiöse Patienten geben müssen. Neben der Ärztlichen Direktion sind der Infektiologe Dr. Werner Heinz, die Abteilung für Hygiene und Infektionsprävention und alle Kliniken und Abteilungen eng in die Bewältigung eingebunden.

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