04.04.2018 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Vorträge im Maria-Seltmann-Haus Hilfe für Angehörige Demenzkranker

Für Angehörige von Demenzkranken ist die Situation oft belastender als für die Erkrankten selbst. Der Arbeitskreis Gerontopsychiatrie bietet Hilfe an.

Rosemarie Schopper, Leiterin des Arbeitskreises Gerontopsychiatrie (sitzend, links) stellt mit den Arbeitskreismitgliedern die Schulungsreihe für Helfer von an Demenz Erkrankten vor. Bild: sbü
von Siegfried BühnerProfil

"Wir wollen den Angehörigen von Demenzkranken helfen mit der schwierigen Situation besser zu Recht zu kommen", sagt Rosemarie Schopper, Vorsitzende des Arbeitskreises Gerontopsychiatrie. Der Arbeitskreis gehört zur psychosozialen Arbeitsgemeinschaft Nordoberpfalz und besteht aus Organisationen, die viel Erfahrung im Umgang mit Demenzkranken haben. Ihre Mitglieder kommen zum Beispiel aus der Palliativversorgung, aus Pflegeheimen und anderen Betreuungseinrichtungen oder auch aus öffentlich-rechtlichen Betreuungsstellen.

"Wir wissen, was erforderlich ist, um die Angehörigen wirksam zu unterstützen", sagt die Vorsitzende. Sie arbeitet am Bezirksklinikum Wöllershof. Gemeinsam mit ihren Arbeitskreismitgliedern hat Schopper auch in diesem Jahr ein Schulungsprogramm für Angehörige von Demenzkranken zusammengestellt. Kooperationspartner ist das Maria-Seltmann-Haus in Weiden. Alle Veranstaltungen finden auch dort statt.

Die Referenten haben langjährige Erfahrung im Umgang mit der Erkrankung. Nebenbei soll es auch darum gehen, dass pflegende Angehörige Gelegenheit zum Austausch untereinander haben. Eingeflossen in das neue Programm sind auch die Veränderungen seit der Pflegereform. Vier Module, die möglichst komplett absolviert werden sollten, werden angeboten. Die Reihe beginnt am 23. April mit "Basiswissen über das Krankheitsbild Demenz" von Diplom-Sozialpädagogin Sonja Dobmeier. Es folgt am 30. April das Thema "Kommunikation mit Betroffenen und Umgang in schwierigen Situationen" von Demenzbetreuerin Rosemarie Härtel. Weitere Themen sind "Medizinische ethische Fragen und Patientenverfügung" mit den Referentinnen Dr. Margarete Pickert von der ambulanten Palliativversorgung und Sabine Frischholz von der Sozialamt-Betreuungsstelle (7. Mai) sowie "Unterstützungsleistungen der Pflegekassen und Angebote in der Region" mit Gerti Späth und Evelin Schrems von der AOK (14. Mai).

Betreuung der Pflegebedürftigen während der Kurszeiten ist möglich. Die Kursgebühr von 15 Euro für alle Module schließt auch die Bewirtung ein. Alle Termine finden montags von 14 bis 16 Uhr statt. Telefonische Anmeldung im Maria-Seltmann-Haus unter Telefon 0961/3810911.

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