21.05.2018 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Vortrag von Thomas Eberl: "Schmerzfrei - ein Leben lang" Ziel: "Schmerzfrei bis 100"

Normalerweise kann es sich kein Redner erlauben, als Alleinunterhalter zweieinhalb Stunden lang einen Vortrag zu halten. Anders ist das bei Thomas Eberl und seinem Vortrag "Schmerzfrei - ein Leben lang". Dabei kritisiert er auch Schulmedizin und Physiotherapie.

Kaum jemanden hält es während des Vortrags auf den Sitzen. Thomas Eberl (links) begeistert das Publikum. Bild: sbü
von Siegfried BühnerProfil

Niemand verließ vorzeitig den Saal im Haus der Oberpfalz-Medien. Der Referent bot viele Informationen über die Heilung von Körperbeschwerden und beteiligte die Zuhörer stets aktiv am Vortragsinhalt. "Dieses Training besteht darin, dass es nicht anstrengend ist", fasst Eberl zusammen. Dabei werde das "Prinzip der minimalen Kontinuität" umgesetzt.

Der Referent zeigte nicht nur Übungen zur Schmerzfreiheit, sondern war gleichzeitig Motivator und Unterhaltungskünstler. "Zu mir müssen die Leute nur einmal kommen", stellte er fest und äußerte damit seine Bedenken gegen Schulmedizin und die Praxis in der Physiotherapie: "Die ineinander verstrickten Netzwerke wollen das nicht, was ich mache." Deshalb empfahl er, die Verantwortung nicht an den Therapeuten abzugeben. Man müsse den Mut haben, seine körperlichen Beschwerden alleine zu lösen.

Den Zuhörern rief er zu: "Sie sind nicht alt!" Ärzte würden hauptsächlich auf das Geburtsdatum schauen und hätten schon ein Bild im Kopf. "Schmerzfrei bis 100" laute das Ziel. Eberl kritisierte mehrmals weit verbreitete Meinungen im Gesundheitssystem. Zum Beispiel, dass man unterschiedliche Beinlängen mit einer Schuheinlage korrigieren müsse. "Sie bleiben lebenslang ein Krüppel, denn Beindifferenz ist ein Wirtschaftsfaktor", stellte er fest. Dann wurde gezeigt, wie man selbst seine Beine "zurück in die Hüfte justieren" kann. Als Idee seines Konzepts gelte: "Unser Körper ist weich und geschmeidig." Kritisch sieht Eberl auch "das geniale Geschäftsmodell der Physiotherapeuten" und zeigte eine einfache Übung zur raschen Beseitigung von Nackensteife. Umgehend realisierte die gesamte Zuhörerschaft den Ratschlag, was zu einem erheblichem Geräuschkonzert führte. "Ich bin der letzte, der zur Operation rät", formulierte Eberl und zeigte, wie man mit einem Band die Kniemuskulatur neu aktivieren kann. Die Zuschauerin, die sich mit starken Kniebeschwerden als Demonstrationsobjekt zur Verfügung gestellt hatte, führte damit schmerzfrei Luftsprünge vor. "Unser Körper ist ein Terminator", erklärte Eberl. Zellen würden sich nicht nur abbauen, sondern könnten auch neu aufgebaut werden. Der Referent wandte sich auch gegen das stark verbreite Rückentraining und empfahl das Bauchtraining, unter anderem in Form einer "Becken-Kipp-Bewegung". Immer wieder wurde im Vortrag auch auf "die Kraft der Atmung" hingewiesen.

Fahrradfahren trainiere nur die Vorderseite der Oberschenkel, deshalb sei "Rückwärtstreten auf dem Spinning-Rad oder das Klickpedal" besser. Barfußlaufen und sogenannte Barfußschuhe ("aus Kätzchenpfoten werden Panterkrallen") standen ebenfalls auf der Empfehlungsliste. Um die Vorteile des Programms zu realisieren, müsse es zum täglichen Ritual werden.

Unser Körper ist ein Terminator.Referent Thomas Eberl

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