Waldkindergarten lädt zum Tag der offenen Tür
Spiele unterm Blätterdach

Im Waldkindergarten ist durchaus noch Platz für einen weiteren Baum. Den pflanzen die Kleinen gemeinsam mit Geschäftsführer Benjamin Zeitler von Learning Campus unter den aufmerksamen Blicken von Stadtrat Hans Forster, Kindergartenleiterin Sabrina Schwabl, Stadträtin Gisela Helgath (stehend, von links) und Oberbürgermeister Kurt Seggewiß (rechts). Bilder: Schönberger (2)
 
Sie sind begeistert vom Waldkindergarten (von links): Anne Pausch mit Tochter Charlotte sowie Vincent und Raphael mit Mama Daniela Winkler.

Der Sandhaufen hat es Charlotte (3) angetan. Die Ameisen sind auch interessant. Das Beste aber waren zwei echte Hasen, von denen einer an Ostern sogar Eier gebracht hat. Erstaunlich, was in einem Waldkindergarten so alles passiert.

Davon konnten sich am Donnerstag auch die Gäste des Waldkindergartens bei der Heiligen Staude überzeugen. Denn zum ersten Internationalen Tag des Waldkindergartens hatte das Team unter Leitung von Erzieherin Sabrina Schwabl sowie Benjamin Zeitler, Geschäftsführer der Trägergesellschaft Learning Campus, einen Tag der offenen Tür organisiert. Die Eltern hatten ein buntes Büfett vorbereitet. Und die Kinder tollten im Wald herum, der vielen von ihnen bereits vertraut ist.

Charlotte zum Beispiel, deren Mutter Anne Pausch (39) sich wegen der frischen Luft und dem Umgang mit der Natur dafür entschieden hat, die Kleine in einen Waldkindergarten zu schicken. Die Einrichtung sei außerdem super für die motorische Entwicklung der Kinder, meint sie. "Die sind ziemlich fit. Ich glaube, sie haben hier alle eine gute Muskulatur entwickelt." "Die Kinder sind weniger krank", ist Daniela Winkler (43) überzeugt. Außerdem habe ihr Sohn Vincent großen Bewegungsdrang, "und unser Kindergarten im Ort hat nur sehr kleine Zimmer". Die wären für den Fünfjährigen deshalb ungeeignet. Vincent selbst haben es die Tiere angetan, mit denen er im Wald in Berührung kommt. Von der Ameise über Käfer bis zu Hasen und Rehen. "Die gefallen mir besonders."

Unter den Besuchern waren aber auch Familien, deren Kinder die neue zweite Gruppe besuchen werden. Start ist noch in diesem Jahr mit 12 Kindern. Weitere acht kommen nächstes Jahr im Frühjahr dazu. "Die zweite Gruppe ist auf maximal 20 Mädchen und Buben begrenzt", erklärt Zeitler. Zwei neue Mitarbeiter werden dafür eingestellt. Der Tag der offenen Tür hatte außerdem Eltern angelockt, die sich einfach mal über den Waldkindergarten informieren wollten, sowie Vertreter von anderen Kindergärten, Schulen, Jugendamt, Stadtjugendring, Parteien und dem Beruflichen Schulzentrum in Neustadt, in dem Erzieherinnen ausgebildet werden.

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß bedankte sich, dass die Trägergesellschaft Weiden als Standort für den Waldkindergarten ausgesucht hat. "Die Einrichtung passt zu uns. Es ist ein weiterer Mosaikstein in unserem Angebot." Die Nachfrage sei von Anfang an groß gewesen. Dass man einen geeigneten Standort gefunden habe, sei dem Einsatz von Stadtförster Wolfgang Winter zu verdanken, lobte er. "Er hat auch einen Platz für eine Downhill-Strecke gefunden, was im Landkreis nicht möglich war."

Die Buben und Mädchen unterhielten ihre Gäste mit dem Lied "Ich bin ein Waldkind". Sie erhielten von Benjamin Zeitler eine Feuerschale, die eigens für den Kindergarten angefertigt worden war. Gemeinsam pflanzten Kinder und Erwachsene dann eine Tanne ein - als Geschenk an die Stadt. OB Seggewiß zeigte sich sogar ein bisschen neidisch: "Wenn's so was halt zu unserer Zeit schon gegeben hätt'", meinte er. Denn: "Was gibt's Schöneres, als in der freien Natur aufzuwachsen?"
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