09.07.2017 - 20:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Wanderausstellung im Maria-Seltmann-Haus Karl IV. gekrönter Mittelpunkt

Kaiser Karl IV. hätte in diesen Tagen 700. Geburtstag. Dazu gesellt sich das Jubiläum 650 Jahre Goldene Straße. Dazu passend ist die Wanderausstellung "Karl IV. - König aus der goldenen Wiege" zu sehen.

Die Ausstellung eröffnete Rainer Christoph, Vorsitzender Förderverein Goldene Straße und Petra Vorsatz vom Stadtarchiv. Schüler und Schülerinnen der Klasse 3a der Gerhardingerschule begleiteten die Ausstellung gesanglich und musikalisch mit orffschen Musikinstrumenten.
von Reinhard KreuzerProfil

(kzr) Eröffnet wurde die Ausstellung von Rainer Christoph, dem Vorsitzenden des Fördervereins Goldene Straße, und Petra Vorsatz, Leiterin des Amts für Kultur, Stadtgeschichte und Tourismus. Die Werke sind noch bis 28. Juli im Foyer des Maria-Seltmann-Hauses zu sehen. Als Hausherrin begrüßte Susanne Meichner die Gäste.

Rainer Christoph erinnerte daran, dass nach der Grenzöffnung ein reger Austausch mit Schulen im Nachbarland entstand. Gemeinsam entdeckten die Lehrkräfte die goldene Straße wieder, vertieften das Thema mit Vorträgen, Schulfahrten und Buchpräsentationen. Bei der Arbeit an dieser Wanderausstellung band Christoph Schüler aus der Oberpfalz, Mittelfranken, Tschechien, Niederschlesien und Luxemburg mit ein. Sie gratulieren dem Kaiser mit einer zweisprachigen Wanderausstellung des Fördervereins Goldene Straße zum 700. Geburtstag.

Bei der Eröffnung betonte Christoph, dass sich seit 1990 rund 150 Schulen in der nördlichen Oberpfalz, Mittel- und Unterfranken in gemeinsamen Projekten dem Thema "Kaiser Karl IV." widmeten. Die Ausstellung beinhalte Arbeiten von Schülern aus allen Schulorten zwischen Nürnberg und Prag, die in Kunstwettbewerben angefertigt worden seien. Petra Vorsatz freute sich, dass die seit Mai 2016 auf Rundreise befindliche Ausstellung nun in Weiden eintraf. "Sie spricht mit ihren Bildern und Texten Kinder und Erwachsene an."

Schüler der Klasse 3 a der Gerhardingerschule begleiteten die Eröffnungsfeier mit originellen Beiträgen, mit Gesang und Musik auf Orff'schen Instrumenten. Lehrerin Ulrike Märkl-Richter hatte mit ihnen das Thema vorbereitet, so zum Beispiel das bekannte Männleinlaufen, das täglich an der Nürnberger Frauenkirche zu sehen ist. Das führten die Schüler auch im Foyer vor.

In seinem Kurzvortrag erinnerte Christoph an den böhmischen König Karl IV. (1316 bis 1378), der 1355 in Rom zum Kaiser des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation gekrönt worden war. Er gehört zu den bedeutendsten und facettenreichsten Herrschern der böhmischen und deutschen Geschichte. Die Ausstellung präsentiert seine spannungsreiche Regierungszeit.

Die Tafeln sind mit Bildern der Schüler aus 150 Schulen geschmückt, wie sie sich den König vorstellen. Dazu zählt auch die Sage, dass aus einer Welle der Moldau eine Rose erblühte, in der sich eine goldene Wiege befand, in der der König lag. Daraus entstand die schönste Burg Böhmens, die Burg Karlstein.

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