Weidens verkehrsträchtigste Kreuzung bis 28. August komplett gesperrt
Autofreie Zone

Zuletzt rollte der Verkehr mehr schlecht als recht auf dem Kolping-Platz. Ab sofort jedoch gar nicht mehr. Bild: Schönberger
 

Jetzt geht's ans Eingemachte. Normalerweise rauschen bis zu 40 000 Autos pro Tag über den Adolf-Kolping-Platz. Bis auf Weiteres null. Weidens verkehrsträchtigste Kreuzung ist ab Freitag, 25. August, für drei Tage komplett gesperrt.

 
Wie wirkt sich's aus? Wird die Weidener City zur Geisterstadt? Wie massiv sind die Staus im Berufs- und Feierabendverkehr auf den Tangenten und anderen Ausweichstrecken? Auch die Polizei muss sich überraschen lassen. "Alles ist ausgeschildert. Wir werden sehen, was passiert", sagt Heinrich Rewitzer, Mitarbeiter Verkehr bei der Polizeiinspektion. Der Hauptkommissar steht früh auf: Bereits zu Beginn der Sperrung um 6 Uhr will er beobachten, wie's läuft. Die offizielle Empfehlung der Stadt lautet schlicht, "die Innenstadt weiträumig zu umfahren". Ausweichmöglichkeiten böten A 93, B 22 und Südosttangente. Eine Umleitung in ganz großem Stil also. Sie gilt bis Montag. 28. August. Um 9 Uhr soll der Verkehr wieder fließen.

Die Totalsperrung bildet den Höhepunkt der Dauer-Baustelle Kolping-Platz. Bereits Mitte März begannen die Stadtwerke damit, Wasser- und Gasleitungen zu erneuern. Immer wieder waren Fahrspuren auf der Christian-Seltmann-Straße blockiert, bis sich die Baustelle im Juni Richtung Nikolaistraße verlagerte. In der Seltmann-Straße selbst war nicht lange Ruhe: Nun übernahmen die Tiefbauer der Stadt, um den Adolf-Kolping-Platz radfahrerfreundlich und barrierefrei umzugestalten - mit neuen Fahrstreifen, Verkehrsinseln und Ampelanlagen.

Jetzt gehen die Bauarbeiten "in die entscheidende Phase", wie es in einer Mitteilung der Stadt heißt. Die Arbeiter fräsen ab Freitag die Verschleißschicht ab und bringen neuen Asphalt auf. Dann bannen sie die Fahrbahnmarkierung samt Schutzstreifen für Radfahrer aufs frische Grau. Auch für die Radler gilt übrigens die Vollsperrung der Fahrbahn. Die Gehwege seien für Fußgänger weiter nutzbar, teilt Stadtsprecher Norbert Schmieglitz auf Anfrage mit. Nur die Überquerung der Straße im Baustellenbereich sei nicht möglich - "wegen Fräskanten, Baustellenbetrieb und neuem Asphalt".

Autofahrern rät die Stadt zum Umsteigen auf den ÖPNV. Sämtliche Haltestellen werde der Stadtbus weiter anfahren - bis Montag abgesehen von "Ring-Kino" und "Firma Witt". Schluss mit den Arbeiten auf dem Kolping-Platz ist aber auch am Wochenanfang noch nicht. "Die Markierungsarbeiten werden unter Verkehr fortgesetzt", teilt die Stadt mit. "Hierbei kann es vorübergehend zu weiteren Beeinträchtigungen kommen."

Einfallstraße als TotalausfallBis Montag, 28. August, ist nicht nur der Kolping-Platz im engeren Bereich gesperrt, sondern auch ein längeres Stück der Christian-Seltmann-Straße. Sämtliche Nebenstraßen bis zur Straße An den Städeln (bei der OMV-Tankstelle) werden zu Sackgassen.

Auf der West-Ost-Trasse setzt sich die Sperrung im Grunde bis zur Kurt-Schumacher-Allee fort (beim Neuen Rathaus): Wegen der Arbeiten am NOC ist der Knotenpunkt Sedan-/Bürgermeister-Prechtl-Straße noch bis 10. September nicht befahrbar. Auch wenn dann der Verkehr auf der Allee wieder läuft: Die Sedanstraße ist wegen Kanalarbeiten bis zum 20. Oktober komplett gesperrt. Und die Ringstraße verengt sich in Richtung Großparkplatz zur Einbahnstraße. Schon am 4. September wird die nächste Einfallstraße zum Totalausfall: Die B 22 zwischen Altenstadt und dem E-Center in der Neustädter Straße wird für etwa vier Tage gesperrt. (rg)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.