19.12.2017 - 18:14 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weihnachtsfeier des Heilpäadagogischen Zentrums vor 700 Besuchern Mutig auf die große Bühne

Sie sind nicht perfekt, aber einzigartig. Vor 700 Besuchern meistern die Kinder des Heilpädagogischen Zentrums ihre Weihnachtsauftritte in der Max-Reger-Halle. Die Eltern sind stolz. "Wir lieben sie wie sie sind", sagt HPZ-Vorsitzende Birgit Reil unter Applaus.

Höhepunkt der HPZ-Weihnacht: Das Phantom der Oper
von Ernst FrischholzProfil

Die Weihnachtsfeier des Heilpädagogischen Zentrums Irchenrieth (HPZ) zeigte, was Menschen mit Behinderung leisten können, wenn sie entsprechend gefördert und betreut werden.

Vielen Kindern wäre das Herz in die Hose gerutscht, wenn sie auf die Bühne im bis auf den letzten Platz gefüllten Gustl-Lang-Saal hätten treten müssen. Nicht so den Betreuten des HPZ: Ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, sie lebten mit dem Publikum auf und animierten den ganzen Saal, mit ihnen zu klatschen und Weihnachten zu feiern. Viel Musik, lustige und auch nachdenkliche Momente kündigte die Rektorin der Förderschule, Petra Rothmund, an.

Die Auftritte waren keine "stade Zeit" sondern ein Fest. Das Repertoire reichte von der Musikgruppe "Quer Beat" mit Andreas Gabaliers "Hulapalu" bis hin zum Auftritt der Tanzgruppe der Förderschule mit dem "Phantom der Oper". 20 Jugendliche tanzten in ihren Kostümen. Dazwischen gab es Schwenks nach Spanien mit "Feliz Navidad" und eine lustigen Feier auf Madrids Hauptplatz. Die Mittelstufe machte sich auf die Suche, "wo Weihnachten" ist. Beim "Stern über Bethlehem" bezogen die Kleinsten der Grundschule die Besucher in die Feier ein. Diese sollten aufstehen und die Gesten und Gebärden der Kinder nachmachen. Der Chor der Berufsschulstufe blieb mit "Zünd ein Licht an" und "Fröhliche Weihnacht" besinnlich, dann tanzten die Teilnehmer aus den Wohnstätten zu "Dancing in the Moonlight" mit bunten Tüchern auf der Bühne. Schließlich gaben Mitarbeiter der Werkstätten mit einer Geschichte Antwort darauf, warum ausgerechnet Ochs und Esel für die Krippe ausgesucht wurden.

HPZ-Geschäftsführer Helmut Dörfler dankte den Ehrengästen Landtagsabgeordneter Annette Karl, Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher sowie stellvertretender Landrätin Margit Kirzinger für ihr Kommen. Im Schlusswort hob Dörfler heraus, das HPZ könne stolz darauf sein, so gute Künstler auf die Bühne zu bringen. "Unterstützen Sie uns weiter", sagte er zum Publikum, "denn nicht alles können wir mit unserer Arbeit verdienen. Da brauchen wir sie".

Unterstützen Sie uns weiter, denn nicht alles können wir mit unserer Arbeit verdienen.Helmut Dörfler, HPZ-Geschäftsführer

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