01.12.2016 - 02:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weiterbildungsstützpunkt für Greenpeace in Bayern zieht nach Weiden Grün und gebildet

Sie ist noch keine zwei Jahre alt, trotzdem bringt die Weidener Gruppe von Greenpeace (GP) Umweltschützer aus dem ganzen Freistaat voran. Sie verantwortet ab 2017 den Weiterbildungsstützpunkt für GP in Bayern. "Das ist eine Bereicherung für die Stadt. Das zieht ja Leute von nah und fern an", erklärt der Sprecher der Weidener Gruppe, Ali Daniel Zant.

Archivbild.
von Franz Kurz Kontakt Profil

Bislang war der Stützpunkt in Regensburg. Dort engagieren sich laut Zant vorwiegend Studenten, was bei der Betreuung zuletzt zu viel personeller Fluktuation führte. Als die Zentrale in Hamburg einen neuen Standort suchte, "waren wir gleich bereit". Dass Weiden zum Zug kam, lag auch daran, dass "hier engagierte Leute sind, die einfach Lust darauf haben", wie Unnolf Harder, bei GP Deutschland fürs Ehrenamt zuständig, lobt. Ein weiterer Grund dürfte Zant selbst sein. Der 45-Jährige war bei GP Regensburg und betreute zwei Jahre lang bis Ende 2014 den dortigen Stützpunkt. Als es den gebürtigen Tirschenreuther wieder in die alte Heimat zog, gründete er im März 2015 die Weidener Gruppe, die heute 23 Mitglieder zählt.

Bei der Betreuung des Stützpunkts wird er sein altes Know-how einbringen. Aber nicht alleine. Ihn unterstützen Günther Sparrer und Franz Zielinski. Letzterer stellt auch die Räumlichkeiten zur Verfügung: in seiner Fahrschule in der Gabelsbergerstraße. Den Schulbetrieb dürften die Weiterbildungen, die meist sonntags laufen, kaum stören.

Die Schulungen im Stützpunkt richten sich an Mitglieder aus dem Freistaat. Sie bekommen in Basiskursen Grundlagenwissen über die Arbeit von GP vermittelt. Außerdem gibt es - je nach Bedarf der Gruppen im Freistaat - Seminare. Beispielsweise mit Anwälten, Klimaspezialisten oder Psychologen.

Dabei lernen die Umweltschützer etwa über rechtliche Aspekte bei ihren Aktionen oder, wie sie an Straßenständen mit den Menschen richtig kommunizieren. Und natürlich gibt es auch klassische Themen wie Ozeane, Wald, Konsum oder Energiewende. Pro Jahr sind vorerst bis zu 8 Seminare mit bis zu 30 Teilnehmern geplant. Auftakt soll schon bald sein. Zant rechnet mit der ersten Veranstaltung im Januar oder Februar.

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