Winterdienst der Stadt Weiden ist gerüstet
Bereit zum Einsalzen

Eigentlich wollten sie sich nur zum morgendlichen Ratsch treffen. Doch in Neunkirchen helfen sich die Nachbarn. So griff Martina Egeter (links) auch beherzt zu, als Margit Schwarz den Garagenvorplatz räumte. Danach ging's gemeinsam über die Straße: Gehsteig räumen. Bild: Wieder

Die erste Bewährungsprobe haben sie bereits bestanden. Mitarbeiter von Bauhof und Stadtgärtnerei sind gut vorbereitet, um bei Schnee und Eis für freie Fahrt auf den Straßen zu sorgen.

"Sind Schneefall oder Glätte zu erwarten, dann stehen unsere Mitarbeiter in Rufbereitschaft, um die Straßen von Schnee und Eis zu befreien oder arbeiten, wenn nötig, auch im Dauereinsatz. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer hat höchste Priorität", versichern Marc Badhorn, zuständiger Sachgebietsleiter am städtischen Bauhof, sowie Bauhofleiter Manfred Meßner. 1300 Tonnen Streusalz und 300 Tonnen Streusplit seien eingelagert, um Engpässe bei der Nachlieferung zu vermeiden.

Von langer Hand geplant

Bereits im August würden die Vorbereitungen für den Winterdienst beginnen: Streckenpläne werden überprüft und angepasst, die Personaleinteilungen werden vorgenommen und die Dienstpläne der Einsatzleiter erstellt, die ihre verantwortungsvolle Tätigkeit um 2 Uhr früh aufnehmen.

"Im Winterdienst gehen wir gerne an unsere Leistungsgrenzen. Bei starken und anhaltenden Schneefällen bitten wir aber auch um Verständnis, dass unsere Kapazitäten begrenzt sind und wir nicht überall sofort im Einsatz sein können." Der Winterdienst konzentriere sich dann gemäß der gesetzlich vorgeschriebenen Verkehrssicherungspflicht auf Straßen und Bereiche mit höchster Priorität. Dazu zählen Straßenabschnitte, die als verkehrswichtig und gefährlich gelten. Wobei beide Kriterien vorliegen müssen.

"Winterdienst ist eine hochspezialisierte Gemeinschaftsleistung, bei der Umweltschutz groß geschrieben wird. Hilfe erhalten wir zum Beispiel durch Straßenwetter-Informationen von zuverlässigen Wetterdiensten. Moderne Fahrzeugtechnik unterstützt uns bei der Wahl des richtigen Zeitpunkts und der richtigen Streumenge für die Wintereinsätze", sagt Badhorn. "Aber auch die Bürger müssen ihren Teil dazu beitragen, um für sichere Straßen zu sorgen", betont Meßner. Er weist darauf hin, dass für das Räumen und Streuen der Gehwege gemäß der kommunalen Verordnung die Anlieger beziehungsweise Grundstückseigentümer verantwortlich sind. Auf Gehwegen dürfe allerdings kein Streusalz verwendet werden.

Auch Bürger gefordert

Sollte kein Gehweg vorhanden sein, sei der Winterdienst vom Anlieger auf einem mindestens ein Meter breiten Streifen durchzuführen. Die Verkehrssicherheit muss an Wochentagen in der Regel bis 7 Uhr morgens, an Sonn- und Feiertagen bis 8 Uhr hergestellt sein und jeweils bis 20 Uhr aufrechterhalten werden. Nachts gibt es weder auf Straßen noch auf Gehwegen eine generelle Winterdienstpflicht.

Bei winterlichen Straßenverhältnissen sollten Verkehrsteilnehmer möglichst nur die geräumten und gestreuten Straßen nutzen und auf Winterreifen achten, raten die Experten zudem, um die Unfallgefahr zu verringern. Auch das schnelle Durchkommen der Winterdienstfahrzeuge müsse jederzeit ermöglicht werden. Falsch geparkte Autos würden die Räumung häufig erschweren. Das koste wertvolle Zeit. Nur wenn der Winterdienst und alle Verkehrsteilnehmer gut zusammenarbeiten würden, könne die Mobilität und Sicherheit im Straßenverkehr gewährleistet werden.

Für Fragen rund um den Winterdienst stehen Marc Badhorn, Rufnummer 0961/390 19 16, oder Manfred Meßner, Rufnummer 0961/390 19 11, zur Verfügung.
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