04.04.2018 - 12:02 Uhr
Oberpfalz

Winterdienst rund 125 000 Euro teurer als im Vorjahr Stadt muss eine Schippe drauflegen

Wenn die Krokusse sprießen, ist es Zeit, Bilanz zu ziehen. 2017/18 war für die Winterdienst-Verantwortlichen der Stadt "ganz normal". Allerdings kosten die Einsätze deutlich mehr als zuletzt.

Dieses Szenario will in den nächsten Monaten niemand mehr sehen. Der Winterdienst war im Stadtgebiet heuer wesentlich öfter und länger im Einsatz als im Vorjahr. Archivbild: Schönberger
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Sachgebietsleiter Marc Badhorn vom Bauhof unterfüttert seine Saison mit Zahlen. Seit dem ersten Winterdienst-Einsatz am 12. November verteilten die Helfer und Räumfahrzeuge 895 Tonnen Salz und 440 Tonnen Sole. Die Streulaster waren dabei bis vergangene Woche 27 231 Kilometer im Stadtgebiet unterwegs. Das alles kostete rund 750 000 Euro.

Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 640 Tonnen Salz, 320 Tonnen Sole, 17 712 Kilometer und 624 081 Euro. Im Mittel musste die Stadt in den letzten 10 Jahren 623 500 Euro für eisfreie und sichere Straßen auf den Tisch legen.

"Für uns ist es heuer ein normaler Mittelwert, der Winter hat halt früh begonnen und spät aufgehört", sagt Badhorn. Zuletzt waren seine Leute am 23. März bei Muglhof im Einsatz. Weiden-Land ist für den Winterdienst überhaupt ein arbeitsintensives Gebiet: Tröglersricht, Trauschendorf, Oedenthal und eben Muglhof, wo es wald- und kurvenreich ist.

"Es hatte oft um die null Grad mit überfrierender Nässe. Das ist für uns das Dümmste", erklärt Badhorn. Könnte er sich einen Winter malen, sähe der eher so aus: "Minus 10 Grad, trockene Kälte und blauer Himmel." Das würde der Stadt Salz und Geld sowie dem Bauhofpersonal Arbeit sparen. Trotzdem: Es war schon schlimmer. Der Winter 2010/11 schlug mit 1,2 Millionen zu Buche, ähnlich wie der im Jahr 2002.

Auffällig war heuer, dass weniger Handräumtrupps gebraucht wurden, um die neuralgischen Stellen an Ampeln freizuschaufeln, sondern mehr Einsätze mit Streufahrzeugen auf den Straßen erforderlich waren. Dabei kam in der Regel ein Salz-Sole-Gemisch im Verhältnis 70:30 zum Einsatz. Das ist umweltfreundlicher als reines Salz und bleibt besser auf der Straße liegen. Bei den Wetterprognosen der nächsten Tage mag man an Salz und Schnee allerdings nicht mehr denken. Zu früh sollte sich allerdings keiner freuen. 2017 war der Winterdienst zum letzten Mal am 19. April im Einsatz.

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