20.04.2016 - 18:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

WTW und 'Tohu' heute geschlossen, auch und andere Bereiche der Stadt betroffen Streiks legen Thermenwelt trocken

Der Tarifstreit im öffentlichen Dienst hat nun auch Folgen für Weiden. Die Gewerkschaften Verdi und Komba haben ihre Mitglieder für den heutigen Donnerstag zu Warnstreiks aufgerufen. Die Thermenwelt hat deshalb laut einer Mitteilung der Stadtwerke heute ihren öffentlichen Badebetrieb eingestellt, der Schulsport laufe allerdings wie gewohnt. Auch bei den Stadtwerken selbst könne es zu längeren Wartezeiten kommen. Betroffen sind daneben Familien. So ist das Kinderhaus "Tohuwabohu" nach Auskunft der Stadt ebenfalls geschlossen. Es gibt auch keine Notgruppe. Die Eltern seien informiert.

Symbolbild: dpa
von Franz Kurz Kontakt Profil

Aufgerufen zu den Streiks sind neben Mitarbeitern der Stadt und der Stadtwerke auch Verdi-Mitglieder bei der Agentur für Arbeit und vom Bundeswehrdienstleistungszentrum, Standort Weiden. Laut Verdi-Bezirksgeschäftsführer Alexander Gröbner ist deshalb in vielen Bereichen "zumindest mit Wartezeiten und Einschränkungen zu rechnen". Als Beispiele nennt er das Einwohnermeldeamt, Bauhof oder Müllabfuhr. Weitere Komplettschließungen wird es seiner Einschätzung nach aber nicht geben. "Das war ein allgemeiner Aufruf. Wir wollen erstmal langsam loslegen."

Gröbner schätzt, dass sich vorerst rund 70 Kollegen an den Warnstreiks beteiligen werden. Weitere sollen sich für kurze Zeit um 12.05 Uhr zu ihnen gesellen. Dann wollen sich die Streikenden - nach einem Demonstrationszug, der am "Schützenhaus" startet - zu einer Mittagspausenaktion vor dem Klinikum versammeln. Zur Teilnahme sind dann zudem Mitarbeiter der Kliniken AG und der Sparkasse Oberpfalz Nord aufgerufen.

Auch Komba fordert ihre Mitglieder aus dem Bereich der Kliniken zur Teilnahme an der "aktiven Mittagspause" auf. Die Mitglieder, die bei der Stadt arbeiten, treffen sich schon vorher um 7.15 Uhr zu einer kleinen Kundgebung vor dem Neuen Rathaus, bevor sie weiterfahren zu einer Demo in Nürnberg.

Die Gewerkschaften fordern in der Tarifrunde unter anderem sechs Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten von Bund und Kommunen. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 28. und 29. April.

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