07.05.2018 - 13:42 Uhr
Oberpfalz

Zehn Jungvögel von der Straße gerettet Ententanz bei Polizei

Woher sie genau kamen, ist nicht bekannt. Aber auf einmal waren sie da: Zehn Entchen. Und über die staunte auch die Polizei nicht schlecht. Denn die Jungenten marschierten am Montagvormittag "friedlich in Reih und Glied die Regensburger Straße entlang, direkt vorbei an der Polizeiwache", wie Sprecher Mario Schieder berichtet. Zehn Entchen, welche die Polizei in Atem hielten.

Keinen dicken Fisch, sondern putzige Entchen nimmt Polizeioberwachtmeisterin Anna Schöttler in Gewahrsam. Bild: Polizei Weiden
von Ralph Gammanick Kontakt Profil

Denn "da sich die kleinen Racker nicht an die Verkehrsregeln hielten und auch sonst keine Rücksicht auf den fließenden Verkehr nahmen, waren die Beamten gezwungen einzuschreiten", erklärt Schieder. Rund um den Kreisverkehr kam es zur turbulenten Entenjagd. Nach etwa einer halben Stunde hatten die Gesetzeshüter die Bande in Gewahrsam genommen. Erstmal durchpusten.

Die Entenmama befand sich nicht unter den Ausflüglern. Eine Theorie besagt, dass die Jungenten ihr angestammtes Domizil überstürzt verlassen hatten - möglicherweise aufgeschreckt durch den Abbau des Zirkus' beim Hagebaumarkt. Auf der Polizeiwache jedenfalls endete ihre Odyssee nicht: Die Vögel hätten sich "wenig kooperativ" gezeigt, erzählt Schieder weiter. "So kam es zu einem Gefangenenausbruch." Nun mussten die Ordnungshüter die Entchen nochmals einfangen, diesmal im Innenhof der Polizeizentrale.

Ente gut, alles gut: Der zuständige Jagdpächter hat sich der Ausreißer angenommen. "Er zieht sie mit dem Fläschchen auf", weiß Schieder - und hofft auch sonst auf eine gute Erziehung: "Vielleicht bleibt ja Zeit, den Kleinen noch ein paar Verkehrsregeln zu vermitteln ..."

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