Zwei Männer werden Opfer von brutalen Schlägern [Aktualisierung]
Fußtritt bricht Kiefer und Jochbein

Symbolbild (Foto: dpa)

Zwei Mal innerhalb von acht Tagen wurden zwei Männer Opfer von brutalen Schlägern. Beide wurden dabei schwerverletzt. Ein 38-Jähriger aus dem östlichen Landkreis Neustadt musste danach sogar zur Operation in die Uni-Klinik Regensburg verlegt werden. Ein 44-jähriger Weidener erlitt ebenfalls massive Gesichtsverletzungen. Er ist laut Sprecher Stefan Hartl vom Polizeipräsidium Oberpfalz bisher nicht vernehmungsfähig, so dass der Tathergang nicht vollständig geklärt ist.

Nahe einer Discothek

Fest steht, dass sich beide Taten in beziehungsweise in der Nähe einer Discothek am Josef-Witt-Platz ereigneten. Jüngster Fall ist der des 44-jährigen Weideners. Er hielt sich nach Angaben von Hartl am Samstag, morgens um 5 Uhr, vor der Disco auf, als eine Gruppe von drei oder vier Personen auf ihn zuging. Ob dann einer oder mehrere Menschen aus dieser Gruppe auf ihn einschlugen und traten, ist noch offen. Die Folgen aber sind klar: "Der 44-Jährige erlitt durch die Misshandlungen massive Gesichtverletzungen und befindet sich derzeit stationär in einem Krankenhaus", so Hartl.

Da der Weidener noch nicht vernehmungsfähig ist, ist die Kripo Weiden auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Sie bittet um Zeugenhinweise unter 0961/401 290.

Bereits eine Woche vorher, am 3. Dezember gegen 2.30 Uhr, war der 38-Jährige aus dem östlichen Landkreis im Garderobenbereich der Discothek brutal zugerichtet worden. Der Fall wurde am Montag erst durch eine Nachfrage des "Neuen Tag" bekannt, nachdem die Mutter des Opfers der Tageszeitung über den Vorfall berichtet hatte. Nach ihren Angaben war ihr Sohn von einer Gruppe angegangen worden, die eine Flasche nach ihm warf. Als der Sohn zu Boden stürzte und bewusstlos war, trat man weiter auf ihn ein. Das Security-Team kam zu Hilfe, rief den Notarzt.

Auge und Zähne betroffen

Das Opfer trug einen Kiefer- und Jochbeinbruch davon. "Zudem soll ein Wangenknochen in die Augenhöhle verschoben worden sein", berichtet der Weidener Polizeisprecher Thomas Fritsch. Der 38-Jährige habe nach eigenen Angaben außerdem als Folge der Attacke noch drei Zähne verloren. Wegen der schweren Gesichtsverletzungen veranlassten die Ärzte im Klinikum Weiden die Verlegung des Mannes in die Uni-Klinik Regensburg, wo er operiert wurde.

Während die Mutter des Opfers von einer Gruppe von Angreifern spricht, ist im Polizeibericht lediglich von einem Täter die Rede. Der Sachbearbeiter selbst war am Montagnachmittag zur Klärung der Frage nicht mehr erreichbar. "Die Ermittlungen laufen", sagte Fritsch. Auch in diesem Fall bittet die Polizei dringend um weitere Zeugenhinweise unter Telefon 0961/401 321.
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