03.03.2017 - 17:02 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Zwölf Ortsverbände der Weidener CSU bestimmen ihre Spitze Neuwahl nach Drehbuch

Nicht mehr im CSU-Ortsverband Lerchenfeld, sondern im neuen Zuhause in Büchlhof bei Schwarzenfeld spielt Michael Bihler die erste Geige. Wenn ihm denn Ehefrau Bettina und vor allem Töchterchen Carmen (kurz vor der Jahreswende geboren) nicht den Bogen aus der Hand nehmen. Stadtrat will Bihler aber weiter bleiben.

Drei langjährige Ortsverbandsvorsitzende stellen sich nicht mehr zur Wiederwahl (von links): Stadtrat Michael Bihler (Lerchenfeld), Unternehmer Dr. Roland Nitsche (Mooslohe) und der ehemalige Stadtrat Gerhard Hegner räumen ihren Platz. Ihre Nachfolge ist geregelt. Bilder: Wilck, Huber, exb
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Einen Nachfolger an der Spitze seines Ortsverbands, den über viele Jahre sein Vater Gerhard prägte, möchte Michael Bihler noch nicht präsentieren. Schließlich hat er noch bis zum 6. April Zeit. Erst dann stehen die Neuwahlen im Lerchenfeld an. Spannung ist damit garantiert. Am 16. März wählt Rothenstadt (Vorsitzender soll Stadtrat Markus Bäumler bleiben). Am 28. März wählt der CSU-Ortsverband Bahnhof , wobei Steffen Ilg wieder gewählt werden soll. Im Frühjahr, am 21. April, tagt der OV Stadtmitte , der unter Vorsitzendem Christian Salzhuber nicht neu wählt.

Kreisvorsitzender Stephan Gollwitzer ist bisher überaus zufrieden. Das Vorhaben, die Vorstandschaften in den Ortsverbänden zu verjüngen, sei aufgegangen, stellt er in einer ersten Zwischenbilanz fest. Die Ortsverbände seien selbst verantwortlich, eine Führungscrew auf die Beine zu stellen. "Der Kreisverband hält sich da zurück. Da gibt's kein Machtwort."

Gollwitzer muss selbst ran

Das würde der 38-Jährige gerne in seinem eigenen Ortsverband Rehbühl sprechen. Dort ist er der Chef, und er hätte gerne einen neuen. "Ich muss auch nach dem 9. März im Ortsverband wohl weitermachen. Wir haben keinen anderen." Aber nicht, weil Gollwitzer mit seiner Vorstandschaft es versäumt hätten, geeignete Kandidaten aufzubauen. Zwei engagierte, junge Frauen waren bereits gefunden. Vanessa Vogel hatte (auf Platz 24) schon für den Stadtrat kandidiert. "Aber ihr Leben und ihre Prioritäten haben sich verändert", erklärt Gollwitzer: Vanessa Vogel etwa verlor die CSU an das BRK. "Das Rote Kreuz ist uns dazwischen gekommen. Dort macht Vanessa ehrenamtlich eine schöne Karriere." Dennoch gibt es neue Lichtblicke. "Ich baue auf Susanne und Marcus Hayo. Gute, wirklich tüchtige Leute."

Schneller als erwartet musste auch Peter Schröpf im Ortsverband Weiden-Süd Verantwortung übernehmen. Vorsitzende Susanne Volkmer hatte sich überraschend nach Waldsassen verabschiedet. Schröpf, Neffe des ehemaligen Oberbürgermeisters, Hans Schröpf, wird ebenfalls am 9. März wiedergewählt werden.

Ohne Komplikationen wechselte in einigen Ortsverbänden das Führungspersonal. Nachdem Stadträtin Stefanie Sperrer bereits vor zwei Jahren im Stockerhut den Stab an Nikola Vranjes übergeben hatte, zog dieser wieder in seinen Heimatstadtteil Hammerweg , wo er das Anwesen des ehemaligen SPD-Stadtrats Rudi F. Habla erworben hat. Dort wiederum "beerbte" er den ehemaligen Stadtrat Gerhard Hegner. Den Ortsverband Stockerhut wiederum führt seit 10. Februar Ronny Kühnl, ebenfalls ein Soldat.

Drehbuchmäßig verlief der Führungswechsel in der Mooslohe : Dort zog sich am 24. Februar Unternehmer Roland Nitsche vom Vorsitz zurück. Seine Nachfolgerin wurde die JU-Kreisvorsitzende Maria Sponsel, die vom Hammerweg in die Mooslohe zog. Sie ist als Ortsverbandsvorsitzende nun noch stärker in der Weidener CSU verankert. Am Freitagabend wählte die CSU Weiden-Ost , die weiterhin auf Stadtrat Hans Forster baut. Ebenfalls an diesem Abend wählte Neunkirchen (Norbert Uschald). In sicheren Bahnen läuft die Arbeit in Weiden-West . Dafür bürgt weiterhin Stadtrat Hans-Jürgen Gmeiner.

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