109 Aussteller bei Ausbildungsmesse am 21. April in der Max-Reger-Halle
Roter Teppich für Bewerber

Gemeinsam präsentieren Veranstalter und Kooperationspartner das Programm der Ausbildungsmesse 2018 . Bild: sbü

Die Ausbildungsmesse 2018 macht es deutlich: Unternehmen müssen sich viel einfallen lassen, um den nötigen Nachwuchs zu bekommen. Bewerber haben fast freie Auswahl.

"Starte durch in deine Zukunft". So heißt das Motto der Ausbildungsmesse am 21. April in der Max-Reger-Halle. Die Arbeitsagentur Weiden und ihre Kooperationspartner laden dazu Schüler der Abschlussklassen und ihre Eltern von 9 bis 13 Uhr zum Messerundgang ein. Insgesamt 109 Aussteller präsentieren sich auf allen Etagen der Halle und im Außenbereich.

"Wir wollen den Jugendlichen die Vielfalt der Ausbildungsmöglichkeiten zeigen und den Betrieben dabei die Möglichkeit bieten, sich als attraktiver Ausbildungsbetrieb zu präsentieren", sagt Arbeitsagenturchef Thomas Würdinger bei der Präsentation des Messeprogramms. Die Ausbildungsmesse wird in diesem Jahr zum zwölften Mal durchgeführt. "In den letzten Jahren haben sich Motivation und Inhalt des Ereignisses komplett gewandelt", stellt Würdinger fest. In den ersten Jahren sei es vor allem darauf angekommen, Betriebe für das Thema Ausbildung zu gewinnen und den Jugendlichen Gelegenheit zu geben, sich vorzustellen. Damals gab es rund 2800 Bewerber und 1200 gemeldete Ausbildungsstellen. Heute kämen noch 1500 Bewerber auf 2000 Stellen. "Jetzt geht es um die Gewinnung von Bewerbern und die Möglichkeit für Schulabsolventen, sich über die vielen Ausbildungschancen zu informieren."

Speed-Dating mit Firmen

Würdinger weist auch darauf hin, dass die Planung und Durchführung der Messe eine Gemeinschaftsarbeit der Arbeitsagentur zusammen mit ihren Kooperationspartnern sei. Eine Schlüsselrolle dabei nehme auch in diesem Jahr die Leiterin des Berufsinformationszentrums der Arbeitsagentur Maria Pannrucker ein. Sie koordiniere und stelle die erforderlichen Kontakte her. "Vor der Messe ist nach der Messe": Das ist ihre Devise. Und so berichtet Pannrucker, dass sich bereits jetzt Aussteller fürs kommenden Jahr melden würden.

Pannrucker stellt dann auch das Rahmenprogramm der Ausbildungsmesse vor. Neu in diesem Jahr ist ein Speed-Dating des Wirtschaftsclubs Nordoberpfalz, bei dem für Jugendliche die Möglichkeit besteht, in Fünf-Minuten-Gesprächen bis zu 20 Ausbildungsbetriebe kennenzulernen. Nicolas Götz vom Wirtschaftsclub sieht in diesem Angebot auch gute Chancen, Kontakt mit Betrieben aufzunehmen, "die nicht jeder kennt".

Neu: Online-Azubi-Portal

Die besondere Bedeutung der Ausbildungsmesse schätzen auch die anderen Kooperationspartner. Für Rechts- und Sozialdezernent Hermann Hubmann trage sie dazu bei, "dass niemand verloren geht". Viola Vogelsang-Reichl von Oberpfalz-Medien freut sich, dass die Informationsbeilage über die Ausbildungsmesse in diesem Jahr vier zusätzliche Seiten enthalten kann. Die bereits erschienene Beilage mit ausführlichen Veranstaltungshinweisen werde an den Messetagen erneut verteilt. Vogelsang-Reichl kündigte zudem an, dass Oberpfalz-Medien pünktlich zur Ausbildungsmesse mit ihrem neuen Online-Azubi-Portal unter der Adresse www.ausbildung-oberpfalz.de an den Start gehen werden.

HWK-Ausbildungsberater Michael Knauer sieht durch die Messe Vorteile bei der Gewinnung von Bewerbern in der dualen Ausbildung: "Denn wir brauchen beides, Auszubildende im Betrieb und Studenten." Christa Neubauer-Kreutzer, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft, lobt die guten Möglichkeiten für das Handwerk auf sich aufmerksam zu machen. 17 Aussteller aus dem Handwerk füllen auch in diesem Jahr den Gustav-von-Schlör-Saal.

IHK-Vertreter Gerhard Ertl berichtet von besonders vielen frühzeitigen Abschlüssen von Ausbildungsverträgen in diesem Jahr in seinem Kammerbezirk. Für Jürgen Spickenreuther von der Initiative "Pro Ausbildung" hilft die Ausbildungsmesse den Bewerbern, sich besser zu orientieren und beugt so einem Ausbildungsabbruch vor. Dass Bewerber für eine betriebliche Ausbildung motiviert werden, hofft auch der Geschäftsführer der Max-Reger-Halle, Johannes Häring. Ohne diese Fachkräfte könnte etwa die Halle nicht betrieben werden.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.